Jedes dritte Haustier ist zu dick - so erkennen und bekämpfen Sie Übergewicht

So erkennen und bekämpfen Sie Übergewicht
So erkennen und bekämpfen Sie Übergewicht Jedes dritte Haustier ist zu dick 00:01:37
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Belastete Gelenke - Bluthochdruck - Diabetes

Es sind erschreckende Zahlen: Nach Schätzungen von Tierärzten bringen mehr als 30 Prozent aller Haustiere zu viel auf die Waage. Und das kann fatale Folgen haben. Genau wie beim Menschen sind eigentlich alltägliche Dinge wie ausgedehnte Spaziergänge kaum noch möglich. Und auch die Lebenserwartung von Hunden oder Katzen sinkt bei starkem Übergewicht deutlich. Dabei gibt es einfache Tricks, wie Vierbeiner normalgewichtig bleiben - oder wieder werden.

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Mischlingsrüde 'Bello' ist nach seiner Kastration in die Breite gegangen. Aktuell schleppt er rund zwei Kilogramm zu viel mit sich herum, weil er laut seiner Besitzerin Heike Schneider einfach immer hungrig ist. "Er würde immer weiter fressen, wenn man ihn lassen würde. Es ist wie bei den Wölfen, die essen auch immer so lange bis ihnen schlecht wird", sagt die Leipzigerin. 

Und genau da sind die Tierhalter gefragt. Denn ihr Fehlverhalten ist der häufigste Grund, warum Haustiere dick werden. Meist liegt es an mangelnder Bewegung, dem falschen Futter oder zu vielen Leckereien zwischendurch, sagen Tierärzte. Häufig ist eine Kombination aus allen drei Faktoren. Wie Besitzer feststellen, ob ihr Haustier übergewichtig ist, ist eigentlich ganz einfach.

Wenn die Rippen von außen nicht mehr ohne Druck zu erstasten sind und die Taille nicht mehr zu sehen ist, gilt ein Tier in der Regel als zu dick. Und dann sollten die Besitzer handeln. "Die Tiere können sich nicht mehr selbst pflegen. Sie sind so unbeweglich, dass sie sich nicht mehr selbst um die eigene Achse drehen können", warnt Tierärztin Dr. Jeannette Pfeffer.

So setzt man Haustiere erfolgreich auf Diät

"Die wichtigsten Tipps sind für mich zunächst psychologische Faktoren. Also zum Beispiel eine kleinere Schale, dann sieht das Essen nach mehr aus", sagt Pfeffer. Außerdem sollten sich die Tiere deutlich mehr bewegen. Mit Hunden können die Tierhalter etwa längere Spaziergänge unternehmen oder das Tier durch Ball- und Stöckchenwerfen spielerisch zum Rennen animieren. Für Hauskatzen sollten sich Herrchen oder Frauchen mehr Zeit zum Spielen nehmen und dabei deren Jagdinstinkt wecken. Kastrierte Wohnungskatzen neigen besonders zu Übergewicht. Es ist jedoch Vorsicht geboten, wenn die Vierbeiner bereits stark übergewichtig sind. Wieviel bzw. ob überhaupt "Sport" in frage kommt, kann nur der Tierazt entscheiden.

Und natürlich sind ständige Naschereien für übergewichtige Tiere tabu. Grundsätzlich gilt aber: Leben mehrere Tiere in einem Haushalt und ist eines davon zu dick, ist es besser, sie einzeln zu füttern. So bekommt jeder nur das, was er tatsächlich braucht. Wie das ideale Fitness- und Diätprogramm für das jeweilige Tier aussieht, sollte am besten direkt mit dem Tierarzt abgestimmt werden. Der kann auch ausschließen, ob nicht doch eine Erkrankung hinter der Gewichtszunahme steckt.

Und zum Schluss noch die wohl schwierigste Aufgabe für jeden Tierliebhaber: unbedingt den bettelnden Kulleraugen widerstehen!

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