Kann Aspirin kaputte Zähne reparieren?

Kann Aspirin kaputte Zähne retten?
Kann Aspirin kaputte Zähne retten? Aspirin als Wundermittel in der Zahnmedizin 00:00:55
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Dieses Forschungsergebnis könnte die Zahnmedizin wirklich weiterbringen

Ob Zahnärzte in Zukunft verstärkt auf Aspirin setzen werden? Wissenschaftler der Queen’s University Belfast (Nordirland) haben nämlich herausgefunden, dass Aspirin durch den Inhaltsstoff ASS die Auswirkungen von Zahnverfall umkehren könnte. Dadurch würden weniger Füllungen benötigt und somit könnten auch Kosten im Gesundheitssystem reduziert werden.

Wirkstoff ASS hilft bei vielen Gesundheitsproblemen

Aspririn gilt schon länger als allgemeine Wunderwaffe. Dass das darin enthaltene ASS nicht nur bei Kopfschmerzen hilft, ist bekannt. Bei welchen Gesundheitsproblemen ein Griff zu Aspirin noch zu empfehlen ist, verraten wir Ihnen im Video.

Die neue Studie könnte jetzt sogar einen Durchbruch in der Zahnmedizin bringen. Weltweit gilt Zahnverfall als die häufigste Erkrankung der Zähne. Dabei wird die Zahnstruktur zerstört, Hohlräume entstehen und der Zahnnerv entzündet sich, was bei den Betroffenen zu unangenehmen Schmerzen führt, so die Mediziner. Bislang wurde Zahnverfall durch Füllungen behandelt. Ein synthetischer Stoff, der der Zahnstruktur ähnelt, wird in den Hohlraum oder das Loch gegeben, muss jedoch während der Lebensdauer des Zahnes mehrere Male ersetzt werden. Das ist teuer.

Aspirin als Alternative zur Zahnwiederherstellung

Ist ein Zahn bereits vom Verfall betroffen, könnte Aspirin jetzt die Lösung sein. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Aspirin die Funktion der in Zähnen vorhandenen Stammzellen verbessert und so die Selbstreparatur durch die Regeneration der verlorenen Zahnstruktur unterstützt. Die Behandlung von Stammzellen aus den Zähnen mit niedrig dosiertem Aspirin erhöht die Mineralisierung und die Expression von Genen, die für die Bildung von Dentin verantwortlich sind, so die Wissenschaftler. Aspirin ermöglicht demnach den Zähnen, sich selbst zu reparieren.

Die Forscher sind überzeugt: Diese Erkenntnis könnte das langfristige Überleben der Zähne erhöhen und so weltweit zu großen Einsparungen in den Gesundheitssystemen führen.