Kehrtwende: Mehrheit der Deutschen hält Jamaika-Koalition inzwischen für 'weniger gut' oder 'schlecht'

Bürger zunehmend unzufrieden mit Jamaika-Plänen
Bürger zunehmend unzufrieden mit Jamaika-Plänen Dauern die Verhandlungen zu lange? 00:00:30
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Umfrage: Jamaika-Koalition verliert deutlich an Zustimmung

Kurz nach der Wahl fanden 57 Prozent der Deutschen die Aussicht auf eine Jamaika-Koalition (aus CDU, CSU, FDP und den Grünen) gut. Doch die Verhandlungen zwischen den möglichen Koalitionspartnern verlaufen zäh. Und in der Bevölkerung wachsen Zweifel. Inzwischen hält die Mehrheit (52 Prozent) eine solche Regierung für 'weniger gut' oder sogar 'schlecht'. Das ergab eine Umfragen für die ARD.

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Werte für Horst Seehofer und Angela Merkel rutschen ab

Nicht nur die mögliche Jamaika-Koalition verliert an Zustimmung. Auch die Spitzenpolitiker aus CDU und CSU schneiden schlecht ab. 62 Prozent wünschen, dass sich Horst Seehofer nach den Koalitionsverhandlungen aus der Politik zurückzieht. Mit Angela Merkels Arbeit sind immer noch 57 Prozent 'zufrieden' oder 'sehr zufrieden'. Das sind allerdings 6 Prozent weniger als im Vormonat.

Lieber Neuwahlen als Minderheitsregierung

Trotzdem: 68 Prozent glauben, dass die Jamaika-Koalition zustande kommt. Falls die Verhandlungen scheitern, wollen die meisten (75 Prozent) Neuwahlen. Für eine Minderheitsregierung aus CDU und CSU wären dann nur 20 Prozent. Eine Zwischenbilanz über die Verhandlungen soll noch vor dem Wochenende gezogen werden.