Keine große Auffanggesellschaft: Was passiert jetzt mit den Air-Berlin-Mitarbeitern?

Zukunft der Air-Berlin-Mitarbeiter
Was passiert mit den 8.000 Air-Berlin-Mitarbeitern, wenn der letzte Flieger landet? © dpa, Maurizio Gambarini, gam exa

Doch keine Auffanggesellschaft für Air-Berlin-Mitarbeiter

Bis zum Schluss hatten tausende Air-Berlin-Mitarbeiter gehofft, dass ihnen nicht sofort gekündigt werden. Doch kurz vor dem letzten Flug der insolventen Airline ist klar: Die erhoffte Auffanggesellschaft für bis zu 4.000 Beschäftigte wird es nicht geben. Am 27. Oktober stellt Air Berlin den Flugbetrieb ein, viele Mitarbeiter werden dann auf der Straße stehen.

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Vielleicht werden nur die Mitarbeiter aus Berlin aufgefangen

Die Bundesländer Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern hatten zusammen mit dem Bund über die Gründung einer Transfergesellschaft verhandelt. Darin sollten Mitarbeiter vorübergehend freiwillig angestellt werden. Die Ex-Air-Berliner hätten dann zwar weniger Geld bekommen, sich dafür aber auch nicht arbeitslos melden müssen. Dadurch sollte ihnen Zeit verschafft werden, sich in Ruhe eine neue Stelle zu suchen.

Doch die zähen Verhandlungen führten nicht zu dem erhofften Ergebnis. Bayern habe kein Geld geben wollen, Nordrhein-Westfalen und der Bund nur in einem geringen Umfang, erklärte der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen. Darum sei das Projekt nicht finanzierbar. Möglicherweise wird es aber zumindest eine kleinere Lösung für die rund 1200 Mitarbeiter des Bodenpersonals geben.

3.000 Mitarbeiter sollen bei der Lufthansa unterkommen

Air Berlin beschäftigt zurzeit noch etwa 8.000 Mitarbeiter. 3.000 davon will Lufthansa, die große Teile der maroden Airline übernimmt, bei der Tochtergesellschaft Eurowings unterbringen. Alle anderen Mitarbeiter müssen sehen, wo sie bleiben. Auf Jobmessen hatten aber schon mehrere Arbeitgeber gezielt um Air-Berlin-Mitarbeiter geworben, beispielsweise die Deutsche Bahn, die Bundeswehr oder die Berliner Verwaltung.