Kevin-Prince Boateng will Videobeweis gegen Rassisten: 'No to racism'-Clips reichen nicht

Boateng: Rassisten aus dem Stadion schmeißen
Boateng: Rassisten aus dem Stadion schmeißen 'Nein-zum-Rassismus'-Videos reichen nicht 00:00:55
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Boateng fordert null Toleranz gegen Rassisten

Kevin-Prince Boateng fordert ein härteres Vorgehen gegen Rassismus. "Es reicht nicht, vor Champions-League-Spielen ein 'No to racism'-Video zu zeigen", sagte der 30-Jährige dem Magazin 'Jetzt'. "Wenn mich jemand als 'scheiß Schwarzer' betitelt, ist das nicht erlaubt. Trotzdem ist es mir schon passiert, dass Gegenspieler mich so genannt haben", so der heutige Frankfurt-Profi.

"Müssen an unsere Kinder denken"

2013 hatte Boateng bei einem Testspiel genug: Nach Anfeindungen ging er zusammen mit dem ganzen Team des AC Mailand vom Platz. 

Zuschauern, die rassistische Beleidigungen grölten, sollte man ein Stadionverbot erteilen und so ihre Plattform entziehen, forderte Boateng. "Wir müssen das doch für unsere Kinder angehen, für die Zukunft. Dass ein Fünfjähriger ins Stadion kommt und rassistische Plakate sieht: Das darf nicht sein. Der darf im Stadion auch nicht neben jemandem sitzen, der 'du Neger' sagt, 'du scheiß Türke', 'du scheiß Araber' oder 'du scheiß Chinese'. Wenn wir das heutzutage immer noch zulassen, dann ist das unsere Schuld. Deshalb tue ich alles dafür, das zu ändern. Aber ich kann das nicht alleine. Da müssen sich die Verbände und die Ligen zusammentun."

Videobeweis gegen Rassisten

Eine konkrete Maßnahme hat Boateng auch im Sinn – den Videobeweis gegen Rassisten. "Ganz einfach: Man hängt in jede Ecke vom Stadion eine Kamera mit Mikrofon. Damit kannst du jeden kontrollieren", so Boateng. Schwer sei das nicht zu verwirklichen, "es kostet halt Geld".

Die stärksten Aussagen Boatengs gibt‘s oben im Video.