Kinderfotos bei Facebook: Mit dieser Kampagne will das Deutsche Kinderhilfswerk Eltern sensibilisieren

Kinderfotos im Netz: Das sollten Sie beachten
Kinderfotos im Netz: Das sollten Sie beachten Kinderhilfswerk klärt Eltern über Persönlichkeitsrechte auf 00:01:39
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Eltern sollen über Persönlichkeitsrechte von Kindern aufgeklärt werden

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat eine Facebook-Kampagne zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im Netz gestartet. Dabei werden verschiedene Bildmotive über einen Zeitraum von ungefähr drei Wochen auf Facebook geschaltet, die die Nutzerinnen und Nutzer auf eine Internetseite mit Informationen rund um den verantwortungsbewussten Umgang mit Kinderfotos in Sozialen Medien führen. Welche Tipps das Hilfswerk Eltern für den sicheren Umgang mit Kinderfotos bei Facebook und Co. gibt, sehen Sie im Video!

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Darum sind Kinderfotos bei Facebook so gefährlich

"Wir möchten mit unserer Kampagne die Erwachsenen, und hier insbesondere Eltern, für die Persönlichkeitsrechte von Kindern in Sozialen Medien sensibilisieren. Viele teilen augenscheinlich unüberlegt Fotos von Kindern über soziale Netzwerke. Dabei ist es uns ein Anliegen, Erwachsenen keine Vorschriften zu machen, sondern sie in erster Linie zu Selbstreflexion und zum Dialog mit den Kindern anzuregen. Denn das Posten von Bildern oder von Informationen über Kinder ohne deren Zustimmung ist aus kinderrechtlicher Sicht in vielerlei Hinsicht bedenklich. Es verletzt zu allererst die Privatsphäre der Kinder. Es widerspricht auch ihrem Recht auf Beteiligung, zudem sind Schutzrechte in Gefahr. Denn oft sind Fotos im Netz frei zugänglich und können auch in falsche Hände geraten", erklärt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.​

Kinder ahnen meist nichts von dem Treiben ihrer Eltern

​Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks hat gezeigt, dass viele Erwachsene ein fehlendes Problembewusstsein in Bezug auf die Persönlichkeitsrechte von Kindern haben. Vor allen Dingen, wenn es um die Veröffentlichung von Informationen oder Bildern der Kinder über Soziale Medien wie WhatsApp, Facebook oder Instagram geht. 34 Prozent derjenigen, die Bilder und Informationen der Kinder posten, gaben an, sie dabei gar nicht einzubeziehen, 30 Prozent informieren die Kinder lediglich. Eine explizite Erlaubnis der Kinder holt nur eine Minderheit von 31 Prozent der Befragten ein.