Kongo: So entkam Dorsan (8) der Kinderarbeit in einer Mine, in der er für unsere Smartphones schuften musste

Dorsan (8) musste in Mine schuften - so geht es ihm heute
Dorsan (8) musste in Mine schuften - so geht es ihm heute Zum ersten Mal in seinem Leben liegt im Bett mit einer Matratze 00:01:47
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Unangenehme Wahrheit

Es ist eine dieser unangenehmen Wahrheiten, die man nicht unbedingt wissen möchte. Und wenn man es schon weiß, dann möchte man zumindest nicht darüber nachdenken: Vor drei Monaten berichteten wir über Kinder im Kongo, die unter schlimmsten Bedingungen beim Abbau von Kobalt helfen müssen. Zwölf Stunden schuften sie für umgerechnet einen Euro für die Akkus in unseren Handys, Laptops und Elektroautos.

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Besserung in Sicht

Unter ihnen war auch Dorsan (8). Als ein Reporterteam nun erneut die Mine im Kongo besuchte, hatte sich die Welt für den Jungen und seinen drei Jahre älteren Freund Richard zum Glück geändert. Zwar müssen noch immer Kinder in der Miene arbeiten, jedoch scheint sich nach internationalen Protesten und dem Besuch der Reporter vor Ort eine Besserung in Sicht, möglicherweise sogar ein Ende der Kinderarbeit. Dorsan und Richard jedenfalls gehen nun endlich zur Schule.

Die erste Nacht auf einer Matratze

Diese Schule liegt 160 Kilometer von der Heimat der Jungen entfernt, trotzdem sind sie glücklich. Für sie ist es eine neue Welt. Zum ersten Mal in ihrem Leben haben sie fließendes Wasser, schlafen auf einer Matratze und tragen Schuhe. Schleppen müssen sie nun nur noch ihren Ranzen. Endlich leben sie ein Leben, das für jedes Kind selbstverständlich sein sollte.