Lufthansa soll größten Teil der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin übernehmen

Lufthansa überflügelt Mitbieter bei Air-Berlin-Angeboten
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"Wir glauben, bald bis zu 3.000 neue Mitarbeiter begrüßen zu können"

Der deutsche Marktführer Lufthansa verhandelt mit den Gläubigern der insolventen Air Berlin über einen Kauf großer Teile der Fluggesellschaft. Der Weg ist allerdings noch lang, die Verhandlungen sollen noch bis zum 12. Oktober dauern.

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Lufthansa will Ferienflieger Niki übernehmen

Bis Freitag waren mindestens sechs Angebote für die komplette Fluggesellschaft oder Teile davon eingegangen. Der Ferienflieger Niki zählte dabei zu den begehrtesten Teilen der Air Berlin. Nach den ersten Verhandlungen sieht es danach aus, dass die Lufthansa die Air-Berlin-Tochter Niki übernimmt. Auch weitere Teile der insolventen Airline sollen an Lufthansa gehen. Außerdem verhandeln die Gläubiger mit Easyjet und Condor.

Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr hatte bereits angekündigt, der Konzern wolle die 38 bereits angemieteten Mittelstrecken-Maschinen und 20 bis 40 weitere Flugzeuge von Air Berlin kaufen. Käme es so, würde Lufthansa etwa die Hälfte der Flotte übernehmen. "Wir glauben, bald bis zu 3.000 neue Mitarbeiter begrüßen zu können", hatte Spohr gesagt.

Eurowings least Air-Berlin-Flugzeuge samt Besatzung

Air Berlin hat insgesamt mehr als 8.000 Beschäftigte und 144 Flugzeuge. 38 davon samt Besatzungen hat Eurowings schon geleast, die Lufthansa-Billigtochter wirbt auch neues Personal an.

Zu den Bietern zählten auch die British-Airways- und Iberia-Mutter IAG (International Airlines Group). Angebote kamen auch von den Unternehmern Utz Claassen, Hans Rudolf Wöhrl und verspätet auch von Jonathan Pang, dem chinesischen Betreiber des Flughafens Parchim.