Mobbing in der Schule: So helfen Eltern ihren Kindern

Mobbing in der Schule
Mobbing in der Schule Was tun als Eltern? 00:02:32
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Täter müssen nur selten mit Konsequenzen rechnen

"Ich möchte ja Freunde. Aber keiner möchte mein Freund sein." Linda ist mit gerade mal sechs Jahren zum Mobbing-Opfer geworden. Sie ist leider kein Einzelfall. Zur Rechenschaft gezogen werden die Täter nur selten. Die Folge: sie machen einfach weiter. Quälen ihre Mitschüler, machen sie fertig und sind unfassbar gemein. Doch wieso ist das so? Und vor allem, was sollte mit den fiesen Jugendlichen passieren? Wir haben mit Müttern und Experten gesprochen.

Das können Eltern für ihre Kinder tun

Bei einer Umfrage auf unserer Punkt-12-Facebook-Seite haben 98% der Zuschauer angeklickt, dass Mobber als Strafe von der Schule fliegen sollten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. "Das Erste ist, dass das Schulrecht immer von uns verlangt, immer die geringstmögliche Strafe anzuwenden", erklärt Mobbing-Experte Wolfgang Kindler. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass es sich immer um eine Tätergruppe handelt. Sie alle von der Schule zu werfen geht nicht, so Kindler. Also muss versucht werden, die Klasse zu reparieren.

Oftmals begreifen die Täter auch gar nicht, was sie eigentlich anrichten. Die Aufgabe, genau das den Kindern beizubringen, hat Anti-Mobbing-Coach Stefan Carl. Er sorgt in einer großen Runde dafür, dass man sich gegenseitig sagt, was einen verletzt. Gerade diese Unterstützung von außen, eine Person zu haben, die einem helfen kann, ist für Mobbing-Opfer schon eine große Hilfe. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Eltern, Lehrer oder Schulpsychologen handelt.

Welche weiteren Tipps unser Mobbing-Experte für Eltern hat, erfahren Sie im Video.