Mutter freut sich über purzelnde Schwangerschaftspfunde - dabei hat sie Darmkrebs

Erst Baby-Glück, dann Krebs-Schock
Erst Baby-Glück, dann Krebs-Schock Arzt ignorierte Darmkrebs-Symptome - weil sie zu jung war 00:01:00
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Nach der Geburt waren die Fettreserven plötzlich weg

Caroline kann ihr Glück kaum fassen: Ihr erstes Kind mit Ende 30! Der Kleine kommt gesund auf die Welt. Dann purzeln direkt nach der Geburt auch noch wie von allein ihre Schwangerschaftspfunde. Doch die Freude hält nicht lange an. Es folgt die Schockdiagnose: Darmkrebs. Seit über zwei Jahren kämpft die Mutter aus West Lothian in Schottland bereits um ihr Leben.

Frauenarzt ignoriert Anzeichen für Darmkrebs - und schiebt alles auf die Geburt

Dabei gab es genug Signale, die auf eine schwere Erkrankung hingewiesen haben: Ständige Müdigkeit, plötzlicher Gewichtsverlust und Blut im Stuhl - Caroline hat sie alle ernst genommen, mit ihrem Frauenarzt darüber gesprochen. Doch der schob die Anzeichen auf das Wochenbett: Alles normale Spätfolgen der Geburt, kein Grund zur Sorge. Caroline sollte Eisentabletten nehmen, dann werde sich alles bessern.

Doch nichts besserte sich. Wertvolle Zeit vergeht. Zeit, in der sie bereits eine Therapie hätte beginnen können. Je früher Darmkrebs erkannt wird, umso höher ist die Heilungschance. Im frühen Stadium ist Darmkrebs durch eine Operation heilbar, die Prognosen sind inzwischen sehr gut. Darmkrebs kann auch mit Chemotherapie und Strahlentherapie behandelt werden, auch hier sind die Prognosen gut, wenn die Therapie frühzeitig beginnt.

Der Krebs streut überall und kann nicht mehr operiert werden

Im November 2015, elf Monate nach der Geburt, wird Caroline Dick endlich untersucht. Das Ergebnis ist ein Schock: Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Die Chemotherapie bleibt wirkungslos, Dickdarm, Enddarm, die Gebärmutter und Teile der Scheide müssen entfernt werden.

Doch der Krebs bleibt aggressiv, befällt jetzt auch noch die Lungen. Die Ärzte müssen aufgeben, der Krebs kann nicht mehr operiert werden. Jetzt geht es nur darum, die Schmerzen erträglich zu halten. Damit Caroline noch etwas Zeit mit ihrem kleinen Maxx verbringen kann.

Wie lange das noch ist, diese Prognose kann niemand geben. "Es bricht mir das Herz. Ich musste mit meinem kleinen Jungen bereits durch so viel durch", sagte sie der Zeitung 'The Sun'.

In ihrer verbleibenden Zeit will sich die inzwischen 42-Jährige nicht nur um ihren kleinen Sohn kümmern. Sie ist jetzt Teil einer Kampagne zur Darmkrebs-Früherkennung in Großbritannien. Ihr eigenes Schicksal soll zeigen, wie wichtig die Darmkrebs-Vorsorge auch bei jungen Menschen ist. Jeder soll die Anzeichen kennen und ernst nehmen - und jeder soll sich bei den kleinsten Anzeichen oder Risikofaktoren untersuchen lassen. Damit kein Mensch ihr Schicksal teilen muss.