Nach Facebook-Post: Til Schweiger soll persönlich vor Gericht erscheinen

Til Schweiger bei der Aufzeichnung der ZDF-Talkshow Markus Lanz im Studio Stahltwiete. Hamburg, 11.04.2017 Foto:xgbrcix/xFuturexImage
Til Schweiger ist nicht dafür bekannt, mit seiner Meinung hinter dem Berg zu halten © imago/Future Image, gbrci, imago stock&people

Unterlassung gefordert

Til Schweiger (53) weist eine lange und mitunter skurrile Historie fragwürdiger Facebook-Veröffentlichungen auf. Wegen eines Posts muss er sich nun sogar vor Gericht verantworten. Dies bestätigte das Landgericht Saarbrücken auf Anfrage der Nachrichtenagentur spot on news.

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"Eine Reaktion ist nicht erfolgt"

"Nach der Verfügung der Kammer ist das persönliche Erscheinen des Antragsgegners angeordnet, d.h. er muss grundsätzlich zum Termin erscheinen. Eine Reaktion auf den Antrag ist allerdings bislang nicht erfolgt - weder von Herrn Schweiger noch von einer Anwaltskanzlei", heißt es.

Des Weiteren bestätigte das Schreiben im Auftrag von Richter Dr. Wern, dass der Termin bei der 4. Zivilkammer des Landgerichts, zu dem der Schauspieler persönlich erscheinen muss, bereits am 17. November ab 12 Uhr stattfindet.

Til Schweiger verwundert mit skurriler Aktion
Til Schweiger verwundert mit skurriler Aktion 00:00:30
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Das war geschehen

Ausgangspunkt des Ganzen war ein Disput zwischen Schweiger und einer Facebook-Nutzerin, deren Nachricht Schweiger nicht nur auf seiner Seite für alle einsehbar veröffentlichte, sondern auch noch kommentierte mit: "hey Schnuffi...! Date!? Nur wir beide!?" Sie hatte ihn in ihrer Nachricht gefragt, ob er Deutschland verlassen wolle, nachdem die AfD den Sprung in den Bundestag geschafft hatte.

In der Pressemitteilung des Landgerichts Saarbrücken heißt es nun: "Die Antragstellerin sieht sich durch das Verhalten des Antragsgegners in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt und begehrt Unterlassung. Sie ist der Auffassung, dass der Antragsgegner nicht berechtigt war, ihre Nachricht zu veröffentlichen."

Erst kürzlich gab Schweiger im Interview mit 'Gala' an, einige seiner Facebook-Posts zu bereuen. Darunter seine vehemente Verteidigung einer seiner 'Tatort'-Episoden. "Den habe ich wirklich bereut. Da hatte ich aber auch meinen Frust weggetrunken, und es war drei Uhr morgens. (...) Und als ich die ganze Häme und die Verrisse gelesen habe, bin ich durchgedreht. Als ich das am nächsten Morgen gelesen habe, dachte ich: Ich häng mich auf."

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