Nach filmreifer Flucht aus der Psychiatrie Zwiefalten – Polizei warnt vor den Ausbrechern

Polizei warnt vor geflohenen Straftätern
Polizei warnt vor geflohenen Straftätern Spektakulärer Ausbruch aus der Psychiatrie 00:01:01
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Polizei befürchtet Straftaten nach Ausbruch aus der forensischen Psychiatrie

Nach dem spektakulären Ausbruch aus der Psychiatrie in Zwiefalten (Baden-Württemberg) läuft die Suche nach den drei Ausbrechern weiter auf Hochtouren. Die Polizei befürchtet, dass die Männer auf ihrer Flucht weitere Straftaten begehen könnten. Die drei sind alkohol- und drogenabhängig. Darum werden sie vermutlich mit allen Mitteln versuchen, Geld für ihre Suchtmittel zu beschaffen.

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Ausbrecher gelten als nicht therapierbar

Während der Therapie seien die 30, 32 und 38 Jahre alten Männer zwar nicht durch Gewalttaten aufgefallen, die Klinik schätzt die drei aber als nicht therapierbar ein, sagte Chefärztin Ruxanda Zavoianu. Den Straftätern gelang die Flucht, kurz bevor sie wieder in ein reguläres Gefängnis verlegt werden sollten. Sie müssen wegen diverser Straftaten, wie Raub, Erpressung, Körperverletzung oder Sachbeschädigung jeweils noch mehrjährige Haftstrafen absitzen.

Polizei bittet um Hinweise zur Flucht aus der Psychiatrie Zwiefalten

Die Männer hatten mit einem selbstgebauten Rammbock die 40 Zentimeter dicke Außenmauer durchbrochen und sich an zusammengeknoteten Laken aus acht Metern Höhe abgeseilt. Die Wand hatten sie vorher über längere Zeit mit provisorischen Werkzeugen ausgehöhlt, erklärte der pflegerische Leiter der Klinik, Alfred Bayer. Den Schutt versteckten sie unter ihren Betten.

Noch immer fehlt von den Flüchtigen jede Spur. Darum bittet die Polizei weiter um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer etwas Verdächtiges beobachtet, wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 07381/93640 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.