Nach Praktikum: Obamas Tochter Malia könnte wichtige Zeugin im Weinstein-Prozess werden

FILE - epa04358692 US President Barack Obama (L) and his daughter Malia return to the White House in Washington, DC, USA, 17 August 2014. EPA/KEVIN DIETSCH / POOL (zu dpa «50 Kühe für Ehe: Obama-Tochter Malia hat Verehrer in Kenia» vom 28.05.2015) ++
Ex-Präsident Barack Obama und seine älteste Tochter Malia. © dpa, Pool

"Wir sind angewidert von Harvey Weinstein"

Der Sex-Skandal um Hollywoods Filmproduzent Harvey Weinstein zieht immer größere Kreise. Nachdem der 65-Jährige bereits von seiner Frau verlassen und aus seinem Unternehmen geschmissen wurde, äußern sich immer mehr Prominente und Politiker zu den Vorwürfen. "Michelle und ich sind angewidert von den Berichten über Harvey Weinstein", erklärte auch Ex-US-Präsident Barack Obama in einem Statement. Nun soll auch seine Tochter Malia in den Fall verwickelt werden.

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Malia Obama machte ein Praktikum bei der 'Weinstein Company'

Sie machte ein dreimonatiges Praktikum bei der 'Weinstein Company', der ehemaligen Firma des Filmproduzenten, die nun allein von seinem Bruder geführt wird. Da die 19-Jährige daher weiß, was hinter verschlossenen Türen in dem Unternehmen vor sich geht, könnte Malia laut dem US-Promi-Magazin 'Blast' eine wichtige Zeugin für die Ermittler sein. Sie soll nun vorgeladen werden. Anhand ihrer Beobachtungen wollen die Ermittler weiter an einer Strategie gegen Weinstein feilen.

Weinstein soll Dutzende Schauspielerinnen über Jahrzehnte systematisch belästigt, genötigt oder vergewaltigt haben.​ Wer zu den Opfern des Produzenten gehören soll und was sie ihm vorwerfen, sehen Sie im Video!

Der Fall Weinstein und die dunkle Seite Hollywoods
Der Fall Weinstein und die dunkle Seite Hollywoods 00:05:00
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Obama fordert Weinsteins Bestrafung unabhängig von "Status und Reichtum"

Barack Obama kämpft neben vielen anderen Prominenten darum, dass Hollywoods einst mächtigster Mann nun zur Rechenschaft gezogen wird. "Jeder Mann, der Frauen auf so eine Weise erniedrigt und degradiert, sollte dafür unabhängig von seinem Reichtum oder Status bestraft und verantwortlich gemacht werden."

Den Frauen, die sich nach Jahren getraut haben, die Machenschaften des Filmproduzenten öffentlich zu machen, zeugt Obama größten Respekt. "Wir sollten den Mut der Frauen, die diese schmerzhaften Geschichten in die Öffentlichkeit gebracht haben, feiern." Weinstein hatte nach dem Ausscheiden von Hillary Clinton bei der US-Präsidentschaftswahl 2008 Obamas Wahlkampf finanziell unterstützt.