Nationalspieler Ilkay Gündogan ist für Gehaltsobergrenze

Fußball: Nationalmannschaft: Training am 08.11.2017 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin. Ilkay Gündogan wärmt sich mit dem Ball auf. Foto: Soeren Stache/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Nach langer Verletzungspause ist Ilkay Gündogan wieder im Kreise der Nationalmannschaft © dpa, Soeren Stache, soe fdt

Besondere Form des 'Jugendschutzes'

Ilkay Gündogan hat sich in der Debatte um Millionenverträge und Ablösesummen für eine Gehaltsobergrenze ausgesprochen - allerdings nur für junge Spieler.

- Anzeige -

Bis 20 reglementiertes Gehalt

"Warum soll man nicht sagen, dass ein Spieler, bis er 20 ist, nur einen gewissen Betrag verdienen darf?", sagte Gündogan in einem Interview mit Sportbuzzer.

"Generell würde es sicher nicht schaden, und der Jugendarbeit würde es auch guttun. Weil teilweise schon A-Jugendliche von größeren Clubs mit Geld abgeworben werden, obwohl es besser wäre, sich noch zu entwickeln", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City.

Er sei "wirklich kein Fan davon, dass es sofort von null auf 100 geht", so Gündogan. Der Nationalspieler appellierte an Top-Talente, sich nicht mit Statussymbolen zu schmücken. "Ich würde mir manchmal wünschen, dass dem nicht so ist. Es gibt sicher Leute, die anfällig dafür sind. Aber wenn man - gerade in jungem Alter - jemanden hat, der einem hilft, dann kann man auch sehr früh sehr gutes Geld verdienen, ohne Unsinn damit zu machen."


Plötzlich Scheine statt Münzen

Gündogan selbst wurde mit 17 Jahren Fußballprofi. Über die Anfänge seiner Karriere sagt er heute: "Für mich war das alles sehr krass. Ich ging noch zur Schule und habe plötzlich rund 3.000 Euro verdient. In der Pause habe ich allen einen ausgegeben, einen Kakao, ein Croissant oder Schokolade. Ich hatte plötzlich einen 10-Euro-Schein in der Tasche, die anderen nur Münzen."