Neunjährige Schülerin verteilt Cannabis-Bonbons an US-Schule

Neunjährige Schülerin verteilt Cannabis-Bonbons.
THC ist der Stoff im Cannabis, der die Rauschzustände auslöst (Symbolbild). © imago/Christian Ohde, imago stock&people

Fünftklässlerin hielt THC-Bonbons für normale Fruchtgummis

Mitschülern etwas Süßes mitbringen? Eigentlich eine tolle Idee - dumm nur, wenn es sich bei den vermeintlichen Gummibärchen um die THC-Bonbons der Eltern handelt. Einer neunjährigen Schülerin aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico ist dieses Missgeschick jetzt passiert. Als ihr und fünf anderen Schülern schwindelig wurde, mussten die Kinder kurz medizinisch betreut werden.

Bonbons waren Medikament der Eltern

Die Eltern der Fünftklässlerin hatten die THC-Bonbons von einem Arzt verschrieben bekommen, berichtet die 'Washington Post'. In New Mexico ist Cannabis seit 2007 zu medizinischen Zwecken erlaubt. Das Mädchen hatte die Bonbons zuhause gefunden und ihren Freunden mitgebracht. "Sie dachte, sie verteilt Süßigkeiten. Und wenn Sie das Bild auf der Schachtel gesehen hätten, sie sahen tatsächlich aus wie Süßigkeiten", nahm Kristi Del Curto von der Albuquerque School of Excellence die Kleine in Schutz.

Insgesamt sechs Schüler mussten von der Schulkrankenschwester betreut werden. Bei manchen war kein Effekt zu spüren, während andere "gekichert" hätten, erzählte Del Curto. Die Neunjährige hatte fünf THC-Drops gelutscht, ihr war zuerst schlecht geworden.