Nordkorea: Kameraden jagen flüchtenden Soldaten - Ärzte machen grausige Entdeckung bei Not-OP

Nordkorea: Soldat flüchtet über Grenze in Panmunjom
Nordkorea: Soldat flüchtet über Grenze in Panmunjom Der junge Mann wurde von seinen Kameraden gejagt 00:00:51
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Panmunjom: Brisanter Grenzübertritt von Nordkorea nach Südkorea

Was für eine dramatische Szene: Ein nordkoreanischer Soldat durchbricht in Panmunjom mit einem Militärjeep die schwer befestigte Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Doch seine Kameraden wollen den Überläufer aufhalten. Sie folgen dem Soldaten, schießen auf ihn und treffen ihn mehrmals. Schwer verletzt kann der Soldat auf der südkoreanischen Seite geborgen werden. Bei lebensrettenden Operationen machten die Ärzte jetzt eine grausige Entdeckung.

UNC: Waffenstillstandsabkommen von 1953 verletzt

Die brisanten Szenen wurden jetzt durch eine Videoveröffentlichung des von den USA geführten UN-Kommandos (UNC) publik. Das Kommando wacht an der demilitarisierten Linie, die Nord- und Südkorea voneinander trennt, über die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 1953. Da es beim Übertritt des jungen Soldaten aber zum Einsatz von Schusswaffen kam, wirft das Kommando Nordkorea nun eine Verletzung der Abmachung vor und verlangt nach einem klärenden Gespräch.

Zwar ist der junge Soldat nur einer unter vielen Nordkoreanern, die jedes Jahr ihr Land aus Hunger oder Unzufriedenheit mit dem Regime verlassen, doch ist er einer der wenigen, die den direkten Grenzübertritt über die gut bewachte demilitarisierte Zone wagten.

Bis zu 28 Zentimeter lange Würmer im Körper des Soldaten entdeckt

Nach zwei notwendigen Operationen kam der Soldat nach Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap jetzt wieder zu Bewusstsein. Die Ärzte machten bei einem der Eingriffe aber eine schaurige Entdeckung: Der Verdauungstrakt des Mannes war von großen Mengen parasitärer Würmer durchsetzt. Diese Parasiten sind laut Chef-Chirurg Dr. Lee Cook-jong bis zu 28 Zentimeter lang.

Der Parasitenbefall des Soldaten ist möglicherweise auf die schlechten Hygienebedingungen in Nordkorea zurückzuführen. Die Funde sind allerdings kein Einzelfall: In einer 2014 durchgeführten südkoreanischen Studie wurde bei 7 von 17 nordkoreanischen Geflüchteten derselbe Befall festgestellt.