Nur noch jeder Zweite lebt in einer Familie

Starkes Ost-West-Gefälle

Die Familie wird zum Auslaufmodell: In Deutschland wohnen immer weniger Menschen mit ihren Eltern oder Kindern zusammen. 2011 lebte mit 49 Prozent nicht einmal mehr die Hälfte der Deutschen in Familien, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vor 15 Jahren lag der Anteil noch bei 57 Prozent.

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Klassisches Ideal wird zum Auslaufmodell
Immer weniger Menschen leben in einer Familie © dpa, Frank Leonhardt

Dabei gibt es in Deutschland ein starkes Ost-West-Gefälle: Während in den östlichen Bundesländern im Durchschnitt rund 42 Prozent der Menschen in Familien leben, sind es im Westen 51 Prozent. Spitzenreiter sind Baden-Württemberg und Bayern, am niedrigsten ist der Anteil in Berlin. Hier leben nur 40 Prozent der Menschen mit ihren Eltern oder Kindern zusammen.

Zu Familien zählen die Statistiker Mütter und Väter und die mit ihnen in einem Haushalt zusammen lebenden Kinder. Basis der Zahlen ist der Mikrozensus, die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa.