Olympia-Alarm bei Laura Dahlmeier: Biathlon-Königin der Vorsaison in Ruhpolding weit zurück

RUHPOLDING, GERMANY - JANUARY 11:  Laura Dahlmeier  of Germany  competes at the  women's 15km individual competition during the IBU Biathlon World Cup at Chiemgau Arena on January 11, 2018 in Ruhpolding, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bong
Laura Dahlmeier büßte am Schießstand alle Chancen auf ein Top-Resultat im Einzel beim Heimspiel in Ruhpolding ein. © Bongarts/Getty Images, Bongarts, ah

Dahlmeier ballert reihenweise daneben

Laura Dahlmeier sucht 29 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele in Pyeongchang verzweifelt nach ihrer Form. Beim Biathlon-Heimspiel in Ruhpolding erlebte die überragende Skijägerin der Vorsaison im Einzel über 15 Kilometer ein Desaster. Dahlmeier ballerte am Schießstand gleich viermal daneben und landete nur auf Platz 48 - das schlechteste Weltcup-Resultat ihrer Karriere.

Dahlmeier: Mund abputzen und weitermachen

"Ich kann es mir nicht erklären. Ich weiß nicht genau, was da passiert ist", sagte eine ratlose Dahlmeier im ZDF über ihr drittes Schießen, bei dem sie sich mit drei Fehlern um alle Siegchancen brachte: "Da kann man dann nichts mehr ausrichten. Jetzt heißt es abhaken und auf die nächsten Rennen konzentrieren."

Dabei hatte der Klassiker ganz nach dem Geschmack Dahlmeiers begonnen: Vor 13.000 Fans räumte sie sowohl im ersten Liegend- als auch im ersten Stehendanschlag alle Scheiben ab, lag zur Halbzeit gar auf Siegkurs. Dann kam das verflixte dritte Schießen

Das Rennen gewann die fehlerfreie Italienerin Dorothea Wierer vor Kaisa Mäkäräinen aus Finnland (1 Fehler/12,7 Sekunden zurück). Die Kanadierin Rosanna Crawford (0/+21,2) komplettierte das Podest.

DSV-Skijägerinnen enttäuschen

Auch für die übrigen Deutschen lief es alles andere als rund. Beste war noch Maren Hammerschmidt, die mit zwei Fehlern auf Rang 15 lief. Franziska Hildebrand zog drei Fahrkarten und wurde 17. Die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann überzeugte zwar mit der besten Zeit in der Loipe. Weil sie aber fünfmal daneben feuerte, belegte Herrmann lediglich den 40. Platz.

In der Loipe hui, beim Schießen pfui - so ließ sich der Auftritt der DSV-Biathletinnen zusammenfassen. "Ich weiß nicht, warum wir mit dem Schießen heute alle nicht zurechtgekommen sind. Das war nicht unser Schießtag", sagte Vanessa Hinz, die Rang 31 belegte.