Olympia: Deutscher Doppeltriumph im Rodeln - Natalie Geisenberger siegt vor Dajana Eitberger

Rodlerinnen feiern Gold und Silber
Rodlerinnen feiern Gold und Silber Schampus fließt in Strömen 00:07:52
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Um ein Haar ein Dreifachsieg

Erneuter Medaillen-Coup der deutschen Rodlerinnen! Auch bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang waren Natalie Geisenberger & Co. nicht zu schlagen. Beinahe hätte es sogar zum Dreifachsieg gereicht. Doch für eine aus dem deutschen Trio blieb nur der bittere vierte Platz.

Hüfner rutscht aus den Medaillenrängen

Luge – Pyeongchang 2018 Winter Olympics – Women’s Singles Competition – Olympic Sliding Centre - Pyeongchang, South Korea – February 12, 2018 - Natalie Geisenberger of Germany reacts after her run. REUTERS/Arnd Wiegmann
Natalie Geisenberger bejubelt ihren nächsten Gold-Coup. © REUTERS, ARND WIEGMANN, gb

Natalie Geisenberger ist bei den Spielen in Südkorea zur dritten Rodel-Goldmedaille ihrer Karriere gerast und damit zur erfolgreichsten Olympionikin in ihrer Sportart aufgestiegen. "Das ist schon ein i-Tüpfelchen hier und einfach nur geil", jubelte sie. Die 30-Jährige setzte sich im Olympic Sliding Centre nach vier Läufen vor Dajana Eitberger durch.

​Tatjana Hüfner verpasste indes Bronze und rutschte im letzten Lauf noch hinter die Kanadierin Alex Gough auf den vierten Platz ab. "Ich bin eigentlich ins Ziel gekommen und dachte, es war ein ordentlicher Lauf", war sie nach ihrem wohl letzten Olympia-Start ratlos. "Im Moment bin ich da ahnungslos. Das habe ich mir anders vorgestellt."

Geisenberger hatte in Sotschi 2014 sowohl im Einzel als auch die Premiere im Teamwettbewerb gewonnen. "Ich war so entspannt wie noch nie, weil ich wusste, ich habe meine Goldmedaille von Sotschi schon", verriet Geisenberger ihr Erfolgsrezept. Am Donnerstag winkt ihr mit der Mannschaft erneut eine Riesenchance auf die Goldmedaille.

Eitberger schaffte es bei ihrem Olympia-Debüt gleich auf das Treppchen. "Ich bin total happy, sprachlos, erleichtert irgendwie", suchte die 27-Jährige nach Worten: "Das war so ein hartes Stück Arbeit. Ich habe es mir selbst schwer gemacht."

Eitberger mit Bestzeit im letzten Lauf

13.02.2018, Südkorea, Pyeongchang: Olympia, Rodeln, Damen, Einzel, Alpensia Sliding-Zentrum: Dajana Eitberger aus Deutschland und der deutsche Rodel-Bundestrainer Norbert Loch (r) freuen sich im Zielbereich. Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk
Zu diesem Zeitpunkt wusste Dajana Eitberger, dass ihr ein Riesenlauf gelungen war. © dpa, Daniel Karmann, fgj

Geisenberger war als Halbzeit-Führende in die beiden letzten Durchgänge gestartet. Als Zweite hatte Eitberger 0,120 Sekunden Rückstand. Hüfner rangierte nach den beiden Läufen am Montag als Vierte nur 0,016 Sekunden hinter der drittplatzierten Kanadierin Alex Gough.

Mit Laufbestzeit baute Geisenberger einen Tag später ihren Vorsprung vor dem Finale noch einmal aus. Hüfner verbesserte sich vom vierten auf den zweiten Platz vor der Kanadierin Alex Gough. Eitberger fiel vom zweiten auf den vierten Rang zurück. Im letzten Lauf genügte Geisenberger eine sichere Fahrt, um sich Gold zu sichern. Eitberger schaffte mit einer überragenden Vorstellung und Laufbestzeit noch den Sprung auf den Silber-Rang. 

Sweeney knallt mehrere Male gegen die Bande

Luge - Pyeongchang 2018 Winter Olympics - Women's Singles competition - Olympic Sliding Centre - Pyeongchang, South Korea - February 13, 2018 - Emily Sweeney of the U.S. reacts after crashing. REUTERS/Arnd Wiegmann
Emily Sweeney ist nach ihrem Sturz schwer gezeichnet, zum Glück aber nicht schwer verletzt. © REUTERS, ARND WIEGMANN, mjb

Überschattet wurde der Final-Durchgang durch einen schweren Sturz von Emily Sweeney. Die Amerikanerin rutschte einige hundert Meter durch die Bahn im Olympic Sliding Centre und stieß dabei mehrere Male an die Bande. Die 24-Jährige wurde geborgen und einige Minuten lang behandelt. Sie konnte aber gestützt in den Zielraum gehen und wurde vom Publikum mit Applaus empfangen.