Panik in Heide: Wütende Wildschweine verwüsten Innenstadt

Wildschweine verwüsten Innenstadt in Heide
Wildschweine verwüsten Innenstadt in Heide Chaos und Verletzte 00:00:25
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Zwei Wildschweine sorgen für Ausnahmezustand in Heide

Zwei Wildschweine haben in Schleswig-Holstein eine ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Mitten in der Innenstadt von Heide tauchten die beiden wütenden Keiler wie aus dem Nichts auf und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Mehrere Menschen wurden verletzt. Eins der Wildschweine stürmte eine Sparkassen-Filiale. Dort spielten sich dramatische Szenen ab.

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Dramatische Szenen in der Sparkasse von Heide

Das Wildschwein sei zwischen Kassenraum und dem Eingangsbereich hin und her gelaufen, berichtet Bürgermeister Ulf Stecher (CDU). Die Kunden und Bankangestellten hätten verzweifelt versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Der Filialleiter wurde an den Beinen verletzt. Ein Passant verlor ein Fingerglied. Eine Frau habe schreiend und mit zerrissener Hose auf der Erde gelegen.

Die marodierenden Tiere durchbrachen Schaufensterscheiben und griffen Passanten an. Der Polizei gelang es schließlich, den Eingang der Sparkasse mithilfe der Streifenwagen zu verbarrikadieren, sodass zumindest eins der Wildscheine im Inneren gefangen war. Die Menschen, die sich noch im Gebäude aufhielten, wurden über Drehleitern durch die Fenster in den oberen Etagen gerettet.

Ein Wildschwein musste erschossen werden

Der Keiler versuchte, unter einen der Streifenwagen zu kriechen. Dort wurde er dann von einem Jäger erschossen. Das zweite Wildschwein ergriff die Flucht und verließ die Innenstadt. Die Polizei gab inzwischen Entwarnung. Trotzdem sollen die Heidener Bürger weiterhin wachsam sein. Wer ein Wildschwein sichtet, sollte sich dem Tier auf keinen Fall nähern, rieten die Beamten. Denn Wildschweine sollte man nicht unterschätzen. Ein ausgewachsener Keiler kann fast 200 Kilo schwer werden.

Auch der Bürgermeister wurde Augenzeuge des Wildschwein-Überfalls: "Das war eine ganz außergewöhnliche Situation", sagt Stecher. So etwas sei in der Gegend noch nie vorgekommen. "Ich hätte niemals gedacht, dass wir einmal eine solche Gefahrenlage haben würden", so der Bürgermeister.