Peinliches Missverständnis: Vermeintliche Dealer und Junkies prügeln sich – alle waren Undercover-Ermittler

Missglückter Polizeieinsatz in Detroit
Ein Undercover-Einsatz in dieser Wohngegend in Detroit ging ganz schön in die Hose. (Foto: Sceenshot www.fox2detroit.com)

Undercover-Einsatz in Detroit misslingt

Dieser Undercover-Einsatz ging ganz schön in die Hose: In der US-Metropole Detroit haben sich vermeintliche Drogendealer mit vermeintlichen Junkies eine heftige Schlägerei geliefert, berichtet der Sender 'Fox2'. Am Ende kam heraus, dass alle Beteiligten Undercover-Ermittler aus verschiedenen Polizeieinheiten waren. Wie konnte das passieren?

Die Polizisten wollten sich gegenseitig verhaften

Schon seit längerem versuchen die Beamten, die Drogenkriminalität in Detroit in den Griff zu bekommen. Die Gegend, in der die Undercover-Teams unterwegs waren, ist als Drogenumschlagplatz berüchtigt. Um sich einen Überblick über die Szene zu verschaffen, gaben sich zwei Polizisten als Dealer aus.

Die ersten Kunden ließen nicht lange auf sich warten, und das Unheil nahm seinen Lauf. Die Käufer waren ebenfalls Polizisten, die nichts vom Einsatz ihrer Kollegen wussten. Als die als Dealer verkleideten Polizisten ihnen dann tatsächlich Drogen verkauften, witterten beide Parteien schon einen ganz großen Schlag.

"Sie müssen ganz einfach mehr kommunizieren"

Die "Junkies" befahlen den unechten Dealern, sich auf die Erde zu legen, um sie zu verhaften. Die jedoch ahnten ihrerseits wiederum nicht, dass sie gerade an Kollegen geraten waren und forderten Verstärkung an. Auch die Käufer riefen ihre Kollegen zur Hilfe, um mit den widerspenstigen "Dealern" fertig zu werden. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine wilde Schlägerei zwischen den beiden Einsatzteams. Dabei sollen laut Augenzeugen sogar Schusswaffen gezogen worden sein. Bis das Missverständnis aufgeklärt war, dauerte es noch eine ganze Weile.

Die Polizei hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um zu klären, wie es zu der peinlichen Panne kommen konnte. Der Detroiter Polizeichef James Craig erklärte, dass mehrere Körperkameras das Geschehen aufgezeichnet haben. "Es scheint so, als ob der Einsatzleiter die Situation nicht unter Kontrolle hatte", sagte er dem Sender 'WXYZ'. Craig war aber vor allem erleichtert, dass trotz allem nicht mehr passiert ist und kein Polizist getötet wurde.

Um das Drogenproblem in Detroit wirklich zu bekämpfen, muss sich die Polizei nun wohl eine andere Strategie überlegen, wenn die eigenen Beamten echte nicht von unechten Dealern unterscheiden können. "Sie müssen ganz einfach mehr kommunizieren", meinte auch ein Anwohner.