Radprofis aus Uganda: Als Fahrradkurier zu den olympischen Spielen

Radprofis aus Uganda wollen nach Olympia
Radprofis aus Uganda wollen nach Olympia Training für 2020 00:02:52
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Kuriose Trainingsbedingungen

Derrick Sserubiri ist Radsportler aus Uganda. Er will 2020 unbedingt zu den olympischen Spielen in Tokio reisen. Weil den Radprofis allerdings oft das Geld fehlt um sich eine Mahlzeit am Tag leisten zu können, haben sie einen Fahrradkurier-Dienst gegründet. Jetzt verdienen sie während des Trainings Geld.

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"Ich bin gekommen um bester Ugander zu werden"

Bereits seit 34 Jahren war Uganda im Radsport bei Olympia nicht mehr vertreten. Deshalb trainieren Derrick und sein Teamkollege vom Kampala Cycling Club hart. "Ich bin gekommen um bester Ugander zu werden", sagt Derrick. Aus dem Nichts hat ihr Coach Yusufu Mbazira im ärmsten Teil Kampalas den Radclub für junge Atlethen aufgebaut - mit der wohl größten Fahrradsammlung Ugandas.

Weil einige Athleten sich nichts zu Essen leisten konnten, gründete Yusufu Mbazira ein Fahrrad-Kurier Unternehmen. Seitdem sind Derrick und seine Kollegen, meist im Team bis zu 10 Stunden pro Tag auf den Rädern. Sie transportieren Schriftstücke oder Leihräder, die von einem Mieter zum anderen gebracht werden müssen. Dabei fahren sie immer durch den dichten Verkehr von Kampala und das schneller als jedes Auto. Inzwischen verdient das Kurier-Unternehmen genug Geld, um dem über 30-köpfigen Team Verpflegung und ein kleines Einkommen zu ermöglichen.