Reaktion auf Eierskandal: Aldi nimmt sämtliche Eier aus dem Verkauf

Hühnereier und Warnschild, Symbolfoto für Fipronil-Belastung bei EiernChicken eggs and Warning label Symbolic image for  Load at Eggs
Aus Sorge vor Fipronil-belasteten Eiern nimmt Aldi sämtliche Eier aus dem Verkauf. © imago/Christian Ohde, Christian Ohde, imago stock&people

"Reine Vorsichtsmaßnahme"

Im Skandal um giftbelastete Eier nehmen Aldi Süd und Aldi Nord deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Es handele sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", es könne weiter von keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgegangen werden, heißt es in einer Mitteilung des Discounters.

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Zukünftig nur noch negativ getestete Eier im Regal

Von sofort an dürften nur noch Eier an Aldi geliefert werden, für die ein Nachweis vorliege, dass sie negativ auf fipronilhaltiges Anti-Läusemittel getestet seien. Aldi Nord und Aldi Süd teilten mit, das Vorgehen werde möglicherweise dazu führen, dass es zu Engpässen bei der Versorgung mit Eiern kommt.​ In den letzten Tagen waren immer mehr Chargen-Nummern bekannt geworden, bei denen die Eier möglicherweise belastet sind. Wie Sie die belasteten Eier erkennen, können SIe hier nachlesen.

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Discounter will Kunden "Klarheit und Transparenz" bieten

Die Discounter begründeten ihr Vorgehen den Angaben zufolge damit, dass sie "Klarheit und Transparenz" bei ihren Kunden herstellen wollten. Schon seit Anfang der Woche beziehe Aldi keine Eier mehr aus gesperrten niederländischen Betrieben. Zudem seien in den vergangenen Tagen in einzelnen Regionen Freiland-, Bodenhaltungs- und Bio-Eier vorsorglich aus dem Verkauf genommen worden, wie es weiter hieß.

Es gebe noch "keine Entwarnung"

Am Donnerstagabend hatte der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in Berlin mitgeteilt, dass mittlerweile von zwölf betroffenen Bundesländern auszugehen sei, in denen mit Fipronil verseuchte Eier gefunden wurden. Eine Schlüsselrolle hätten Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Lage sei "unter Kontrolle", es gebe aber "noch keine Entwarnung". Vorerst nicht betroffen waren laut Bundesministerium die vier Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und das Saarland.