Remscheid: Mann prügelt Jungen (4) ins Koma

Kind auf der Intensivstation
Das Kind wurde von dem 24-Jährigen fast getötet. Und es war wohl nicht die erste Attacke des Beschuldigten (Symbolbild). © deutsche presse agentur

Weil das Kind ins Bett gemacht hatte

Eine Mutter lässt ihren Sohn für einen Einkauf mit ihrem Lebensgefährten in der Wohnung alleine. Als sie zurückkommt, hat der 24-Jährige den Jungen beinahe totgeprügelt. Anderthalb Wochen nach der schrecklichen Tat, liegt der Vierjährige noch immer im Koma.

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"Wir müssen prüfen, ob versuchter Totschlag in Betracht kommen könnte"

Der Lebensgefährte der Mutter soll ausgerastet sein, als der Junge ins Bett gemacht hatte. "Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass der Lebensgefährte der Mutter mit hoher Gewaltintensität auf den Jungen eingewirkt haben muss", sagte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt der Zeitung 'Express'. Demnach deuten die Spuren am Tatort darauf hin, dass der Junge gegen Wände und Türen geschubst wurde.

Der mutmaßliche Täter wurde noch in der Remscheider Wohnung festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er hat sich bisher nicht zu den Tatvorwürfen geäußert.

"Wir ermitteln nun wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung gegen den Beschuldigten. Derzeit müssen wir noch prüfen, ob auch versuchter Totschlag in Betracht kommen könnte", so der Staatsanwalt.

Es war nicht die erste Attacke des Beschuldigten

Die Mutter soll als Zeugin bei der Polizei ausgesagt haben, dass es nicht die erste Attacke ihres Freundes gegen den Vierjährigen gewesen sein soll, berichtet der 'Express'. Sie habe aber nie Anzeige gegen ihren Freund erstattet.