Rotes Kreuz: Millionenbetrug während Ebola-Epidemie in Westafrika

Millionenbetrug beim Roten Kreuz
Millionenbetrug beim Roten Kreuz Während der Ebola-Epidemie wurden Gelder veruntreut 00:00:30
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Millionenbetrug beim Roten Kreuz: "Wir sind empört"

Betrugsfälle während der Ebola-Epidemie in Liberia, Guinea und Sierra Leone haben das Rote Kreuz mehr als fünf Millionen Euro gekostet. Eine Sprecherin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) bestätigte dies am Sonntag. "Wir sind empört über die aufgedeckten Beweise für den Betrug", sagte Jemliah Mahmood.

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Während der Ebola-Epidemie am Leid der Menschen bereichert

Das Rote Kreuz hatte bereits Ende Oktober mitgeteilt, dass 6 Millionen Schweizer Franken (5,2 Millionen Euro) für die Ebola-Hilfe durch Korruption verloren gegangen waren. Bei der bislang größten Ebola-Epidemie starben in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 mehr als 11.000 Menschen.

Eine Buchprüfung hatte Hinweise auf betrügerische Absprachen zwischen ehemaligen IFRC-Mitarbeitern und Angestellten einer Bank in Sierra Leone ans Tageslicht gebracht, hieß es in der schon Ende Oktober veröffentlichten Mitteilung. Dies habe vermutlich zu einem Verlust von 2,1 Millionen Schweizer Franken geführt. Betrug durch einen Zoll-Dienstleiter in Guinea verursachte einen Schaden im Wert von 1,2 Millionen Franken. Frühere Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass in Liberia 2,7 Millionen Franken durch überhöhte Preise für Hilfsgüter und Zahlungen an freiwillige Helfer verloren gegangen waren. Das IFRC betonte, es wolle die Beteiligten zur Rechenschaft ziehen und das Geld zurückfordern.