Rüsselsheim: Verfahren wegen erschossener Kampfhunde eingestellt

Die erschossenen Kampfhunde in Rüsselsheim
Die erschossenen Kampfhunde hatten zuvor zwei Männer gebissen.

Staatsanwaltschaft sieht keinen Verstoß gegen Tierschutzgesetz

Etliche Bürger hatten sie wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt: Jetzt ist das Verfahren gegen die beiden Polizisten, die im September zwei herrenlose Kampfhunde in Rüsselsheim erschossen, eingestellt worden. Laut Staatsanwaltschaft hätten die Polizisten die Hunde nicht ohne vernünftigen Grund erschossen. "Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft war die Lage nicht mehr anders zu beherrschen, als dadurch, dass die Tiere getötet werden."

- Anzeige -

Die zwei American Stafford Terrier hatten im September 2014 in der Innenstadt Passanten angegriffen und zwei Männer verletzt. Daraufhin erschossen die Polizisten die beiden Hunde.

Die Besitzer sowie 171 weitere Bürger hatten eine Strafanzeige gegen die Polizisten gestellt – der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Das wies die Staatsanwaltschaft zurück und erklärte, die Beamten hätten rechtmäßig gehandelt.

Im Internet hatte der Vorfall einen Shitstorm ausgelöst: Die Beamten wurden beschimpft und sogar bedroht. Dazu laufen die Ermittlungen noch.