Sam (7) leidet an Gallengangsatresie – doch Labradormischling Kai nimmt ihm jede Angst

Labradormischling Kai nimmt krankem Sam alle Ängste
Labradormischling Kai nimmt krankem Sam alle Ängste Eine tiefe Freundschaft zwischen Hund und Mensch 00:02:39
00:00 | 00:02:39

Sam kam mit Gallengangsatresie zur Welt

Als Sam 2010 zur Welt kam, bemerkten seine Eltern schon bald, dass er gelbliche Augen hatte. Die Diagnose: Gallengangsatresie. Der kleine Junge leidet bis heute an der seltenen Krankheit, die seine Gallenwege verschließt. Sogar eine neue Leber musste ihm deshalb transplantiert werden.

- Anzeige -

Dank Vierbeiner Kai hat Sam keine Angst mehr

Kein Wunder, dass Sam zunächst nur Negatives mit dem Krankenhaus und mit Ärzten verband. Über die Jahre entwickelte er unglaublich große Ängste bis hin zu Panikattacken – vor allem, wenn wieder ein Krankenhausbesuch bevorstand. Das alles änderte sich jedoch, als Sams größter Wunsch in Erfüllung ging: Er bekam einen Welpen, der ihm bis heute jede Angst nimmt.

Wie der flauschige Labradormischling Kai das anstellt und was ihn und Sam verbindet, sehen Sie im Video.

Was ist Gallengangsatresie?

Die Gallengangsatresie tritt ausschließlich bei Neugeborenen auf. Wie der 'Verein leberkrankes Kind e. V.' schreibt, ist in Deutschland jedes 15.000. Kind betroffen.

Die Gallenwege beginnen in der Leber und gehen schließlich in den Darm über. Sie ähneln verzweigten Äderchen und haben die Funktion einer "Weiterleitung". Durch die Äderchen fließt Gallenflüssigkeit. Mit ihr werden zum einen Stoffe zum Darm transportiert, die der Körper nicht verarbeiten kann. Darunter befinden sich gelb gefärbte Abbauprodukte des Blutfarbstoffes und auch Körpergifte. Zum anderen wird durch die Gallenwege Gallensäure zum Darm geleitet. Diese Säure braucht der Darm für die Fettverdauung.

Leidet ein Mensch an Gallengangsatresie, kommt es zum Verschluss der Gallenwege. Die Stoffe können weder ausgeschieden noch verarbeitet werden, weil sie nie an ihr Ziel gelangen. Es entsteht ein Stau. Weil auch die gelblichen Abbauprodukte nicht ausgeschieden werden können, haben betroffene Menschen ein gelbliches Aussehen. Mit der Zeit kommt es zu Leberschäden.

Eine Operation kann helfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Betroffene nach einer OP erneut erkranken, ist allerdings hoch.