Shitstorm gegen Erwin Rüddel (CDU), weil er Pflegkräfte darum bat, positiv über ihren Job zu twittern

Das Pflegepersonal reagierte empört
CDU Politiker Erwin Rüddel forderte Pflegekräfte auf, positiv über ihren Job zu twittern. © @ FRED WAGNER

Auf Twitter entstand eine Welle der Empörung

Das ging ja ganz schön nach hinten los: CDU Politiker Erwin Rüddel hat Pflegekräfte bei Twitter dazu aufgefordert, positiv über ihren Job zu twittern. Die Pflegekräfte reagierten zwar auch, aber anders als erwünscht.

Pflegekräfte berichten über ihren Knochenjob

Dass der Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel mit seinem Tweet so einen Shitstorm erntet - damit hatte er wohl nicht gerechnet. Schließlich haben sich SPD, CDU und CSU endlich auf eine bessere Bezahlung für Kranken-und Altenpfleger und Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung geeinigt. Via Twitter ruft er daher Pflegekräfte auf, ihren Job attraktiv zu machen und positiv über ihre Arbeit zu berichten.

Doch für den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses kommt es knüppeldick. Unter dem Hashtag #twitternwierueddel beschreiben Pflegekräfte, wie es in Krankenhäusern oder Altenheimen wirklich zugeht und enthüllen dabei traurige und bewegende Details ihres Arbeitsalltags.

Zuversicht durch GroKo-Verhandlungen

Die Reaktionen zeigen: Viele Pflegekräfte in Deutschland arbeiten am Limit. Laut der Deutschen Stiftung für Patientenschutz bleiben ausgebildete Pflegekräfte nur 13 Jahre in ihrem Beruf. Nachwuchs sei wegen der schlechten Bezahlung und der Überlastung nur schwer zu finden. In den kommenden acht Jahren fehlen laut Schätzungen voraussichtlich rund 200.000 Vollzeitkräfte. Bis 2030 wird die Lücke sogar auf 500.000 geschätzt.

Doch das soll sich nun ändern: 8.000 neue Pflegkräfte und mehr Geld. Darauf habe man sich in den Groko Verhandlungen geeinigt. 

Mittlerweile hat sich Rüddel zu seinem Tweet geäußert.