Startups liegen im Trend: Warum der Schritt in die Selbstständigkeit das Risiko wert ist

Von Lara Schwarzkamp und Lukas Pöggeler

Immer mehr junge Menschen wagen den Sprung in die Selbstständigkeit und gründen Startups. Ihre Motive dafür sind vielfältig . Aber auch das Risiko ist groß – oder doch nicht?

Die 'mealmates' in Köln sind ein junges Startup. Seit Anfang 2015 bieten die drei Gründer Nils, Shahin und Pascal werktags zwei Mittagsgerichte zum Bestellen an. Ein vegetarisches oder veganes und eines mit Fleisch. Mit der hohen Qualität des Essens wollen sie gegen die großen Lieferunternehmen bestehen.

Tatkräftige Unterstützung erhalten die drei Gründer dabei von 'Startplatz'. Das Unternehmen bietet den Startups dabei nicht nur Büros. Etwa 60 verschiedene Startups werden von 'Startplatz' momentan betreut – und viele stehen dabei vor ähnlichen Problemen und können sich dadurch gegenseitig helfen. Dazu bietet das Gründerzentrum ein Netzwerk, was bei der Weiterentwicklung der jungen Unternehmen hilft.

Das Risiko, dass aus dem jeweiligen Startup dann doch nichts wird, ist natürlich immer dabei. „Eines von zehn Startups wird richtig gut“, sagt Lorenz Gräf, Geschäftsführer von 'Startplatz'. Aber das Risiko sei nur für den Kapitalgeber hoch. „Derjenige, der ein Startup gründet, lernt dabei so viel, dass das Risiko überschaubar ist“, so Gräf. Im schlechtesten Fall sei man nach einem Scheitern dadurch ein besserer Arbeitnehmer für Unternehmen als zuvor.

Die Jungs von 'mealmates' haben ihr Unternehmen schon weiterentwickelt und planen weiter. „Bis Ende 2016 wollen wir in Köln so groß wachsen, dass dann im nächsten Schritt die Expansion in neue Großstädte geplant ist“, sagt Nils Kornder, Geschäftsführer von 'mealmates'. Wachstumsgrenzen setzt sich das Startup nicht: „Am liebsten würden wir natürlich in ganz Europa liefern."