Steine klopfen für das Überleben: Kinderarbeit in Uganda ist alltäglich

Steine klopfen für das Überleben
Steine klopfen für das Überleben Kinderarbeit in Uganda 00:03:18
00:00 | 00:03:18

Erst zur Schule, dann zur Arbeit

Monotone Arbeit wie in einem Straflager. In Uganda arbeiten Eltern und Kinder gemeinam im Steinbruch, um sich zu finanzieren. Für knapp Fünf Euro schuftet eine Familie den ganzen Tag. RTL-Afrika-Korrespondentin Nicole Macheroux-Denault hat eine Mutter und ihren Sohn getroffen. Nur weil ihr Sohn ebenfalls arbeitet, kann die Mutter das Schulgeld für den kleinen Alex bezahlen.

- Anzeige -

Kinderarbeit in Ostafrika immer noch verbreitet

Das ganze Dorf Kyesereka am Rande der ugandischen Hauptstadt Kampala, lebt von dem Steinbruch. Ohne Maschinen, nur mit bloßen Händen und selbstgebauten Hammern tragen die Arbeiter die Steine ab. Bauunternehmen kaufen sie für ihre Zementproduktion. Umgerechet 30 Euro kostet eine große Ladung. Das Geld wird dann auf die beteiligten Familien aufgeteilt.

"In der Woche gehe ich erst zur Schule und komme danach noch hierher, um zu arbeiten", sagt der 13-Jährige Alex. Laut der Vorsteherin des Ortes, sei es normal, dass Kinder mit den Erwachsenen zusammen regelmäßig arbeiten. Ansonsten würde das Einkommen nicht ausreichen.

In Uganda ist Kinderarbeit unter 14 Jahren gesetzlich verboten. Schwere körperliche Arbeit ist erst ab 16 Jahren erlaubt. Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF verrichten in dem ostafrikanischen Land rund 11 Prozent aller 15 bis 17 Jährigen harte Arbeit. So wie die Kinder, die im Steinbruch von Kyesereka.