Tod durch Rapunzel-Syndrom: Jasmine (16) stirbt, weil sie an ihren Haaren kaute

Jasmine Beever starb, weil sie an ihren Haaren kaute
Jasmine Beever starb, weil sie an ihren Haaren kaute Rapunzel-Syndrom 00:00:57
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Ärzte fanden ein Haarknäuel in Jasmines Magen

Jasmine Beever aus Skegness in England ist tot. Das berichtet die britische Zeitung 'Skegnesssiren'. Die 16-jährige Schülerin, die als lebensfroher Mensch beschrieben wird, starb an den Folgen der seltenen Zwangsstörung 'Trichophagie' - auch als Rapunzel-Syndrom bekannt. Betroffene verspüren den Drang, an ihren Haaren zu kauen oder sie zu verschlucken.

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Rapunzel-Syndrom: Symptome und Folgen

Da Haare vom menschlichen Körper nicht verdaut und wieder ausgeschieden werden können, sammeln sie sich im Magen. So bildet sich mit der Zeit ein Knäuel. Bekannt ist das Verhalten von Katzen. Diese können ihre Haarballen jedoch wieder ausspucken. Bei Menschen, die am Rapunzel-Syndrom leiden, ist das nicht möglich. Bei ihnen führt der Verzehr von Haaren oftmals zu Entzündungen.

Macht sich der Haarballen im Bauch früh bemerkbar (z.B. durch Schmerzen oder Gewichtsverlust binnen kürzester Zeit), kann er noch operativ entfernt werden. Ansonsten ist ein Darmverschluss  eine häufige Folge des Haarekauens. Das berichtet das Portal 'Trichotillomanie' (bedeutet: zwanghaftes Ausreißen von Haaren). Im Fall von Jasmine Beever endete die Zwangsstörung tödlich. Ihre Geschichte sehen Sie im Video.

Betroffene sollten öfter zum Arzt

Menschen, die ihren Zwang weder durch eigenen Willen, noch durch eine Therapie unter Kontrolle bekommen, sollten zumindest darauf achten, dass die Haare, die sie verschlucken, nicht zu lang sind. Außerdem kann eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt Leben retten.