Top-Tipps vom Bewerbungscoach: In drei Schritten zum Traumjob

In drei Schritten zum Traumjob

Drei Top-Tipps vom Bewerbungscoach

30 Bewerbungen hat Vivien verschickt – und keine einzige Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. 10 Absagen, 20 Mal gar nichts gehört! Das ist die ernüchternde Bewerbungsbilanz der 18-Jährigen. Sie hat ihren Realschulabschluss in der Tasche und sucht seit Monaten einen Ausbildungsplatz als Modenäherin. Damit ihre Chancen steigen, schaut sich Bewerbungscoach Dieter L. Schmich die Unterlagen genau an.

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Vivians Hauptproblem ist ihr eher schlechtes Zeugnis. Die Durchschnittsnote von 3,5 ist nicht gut und dazu gibt es einen negativen Eintrag zum Arbeits- und Sozialverhalten: „Vivian vergreift sich manchmal in Wortwahl und Ton.“ Das kommt bei einem potenziellen Arbeitgeber natürlich nicht so gut an. Für den Bewerbungscoach ist das aber noch kein Grund aufzugeben. Denn in nur drei Schritten kann die Ausbildungsplatzsuchende ihre Erfolgsaussichten verbessern.

In drei Schritten zum Traumjob

Schritt 1: Arbeitgeber recherchieren

Vivian sucht sich aus dem Internet Arbeitgeber heraus, die für sie in Frage kommen. Und hier hakt der Coach direkt ein: Vivian hat bisher Bewerbungsunterlagen versendet, ohne mit dem Arbeitgeber vorher Kontakt aufzunehmen. Das macht man heute nicht mehr. Besser: Einen Ansprechpartner raussuchen. Und deshalb sucht sie direkt die Telefonnummer mit heraus und ruft bei den Unternehmen vorher an. Am Telefon das Erfolgserlebnis: Ein Unternehmen sucht tatsächlich noch Auszubildende – ein echter Volltreffer. Vivian soll die Unterlagen hinschicken.

Schritt 2: Die Unterlagen pimpen

Vivians Deckblatt ist sehr schlicht gehalten. Ein kleines Foto auf weißem Papier, dazu noch der Name. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Besser ist es, das Bewerbungsdeckblatt so gestalten, dass es ins Auge fällt. Je kreativer der Beruf, umso ausgefallener darf die Bewerbung gestaltet sein. Und für den Lebenslauf gilt: Die aktuellste Erfahrung sollte ganz oben stehen. Außerdem müssen im Lebenslauf die besonderen Fähigkeiten aufgezählt werden, die zum Job passen. Vivian näht in ihrer Freizeit gerne und hat sogar eine eigene Nähmaschine – das passt natürlich gut. Die besonderen Skills lenken auch von einer eher durchschnittlichen Schulnote ab.

Schritt 3: ein Vorstellungsgespräch üben

Deutlich sollte man formulieren können, warum man den Job haben will und welche Fähigkeiten und Kenntnisse man dafür bereits mitbringt. Außerdem sollte man in der Lage sein, seine eigenen Stärken deutlich rüberzubringen. In einer Trockenübung kann man das Bewerbungsgespräch einstudieren.

Für Vivian haben sich die drei Schritte gelohnt. Nach zwei Wochen meldet sich ein Unternehmen und bietet einen Praktikumsplatz an – immerhin. Es ist auf jeden Fall ein erster Schritt Richtung Wunschkarriere.