Untersuchung bei Marcel H.: Kann man einen Mörder an seinem Gehirn erkennen?

MRT-Untersuchungen bei Mördern
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Mörder Marcel H. soll demnächst im MRT untersucht werden

Was ging im Kopf von Marcel H. (20), dem mutmaßlichen Mörder des kleinen Jaden (9) vor? Im Prozess soll jetzt ein Mediziner das Gehirn von Marcel H. untersuchen. Das Ergebnis wird Anfang Dezember erwartet. Neurobiologe Gerhard Roth erklärt im Video, was es mit dieser Untersuchung auf sich hat.

Gibt es eine biologische Veranlagung für Mord?

Viele Mörder treten vor Gericht kalt und teilnahmslos auf, der 20-jährige Marcel H. macht da keine Ausnahme. Neben äußeren Einflüssen auf die Psyche könnten bei Schwerverbrechern auch biologische Veranlagungen für den Mangel an Empathie vorliegen, so einige Forscher. Im Mordprozess gegen Marcel H. soll jetzt eine MRT-Untersuchung Klarheit schaffen. Das Ziel des Gutachters ist es, herauszufinden, wie der Angeklagte "tickt".

Der damals 19-jährige Angeklagte Marcel H. hatte im März den neunjährigen Nachbarjungen Jaden und seinen Freund Christopher W. (22) erstochen. Anschließend hatte der mutmaßliche Mörder auf einer Darknet-Plattform mit seiner Tat geprahlt. Nach einer tagelangen Flucht hatte sich Marcel H. in einem Imbiss in Herne der Polizei gestellt.