Urban Outfitters schockt mit Blut-Sweatshirt!

Blut-Sweatshirt von 'Urban Outfitters' sorgt für Aufregung
'Urban Outfitters' schockiert mit Sweatshirt mit Blut-Aufdruck

Sweatshirt mit Blut-Aufdruck von 'Urban Outfitters' schockiert!

Wieder einmal sorgt die US-Modekette 'Urban Outfitters' mit einem ihrer Produkte für massive Aufregung. Das Sweatshirt mit Blutspritzer-Aufdruck und Logo der Kent-University in Ohio soll wohl eine Anspielung auf die tödliche Schießerei sein, bei der 1970 vier Studenten ihr Leben ließen.

"Wir nehmen es einem Unternehmen sehr übel, unser Leid für seine Aufmerksamkeit und Profit zu nutzen", teilte die Hochschule mit. "Dieser Artikel ist jenseits von schlechtem Geschmack und verharmlost den Verlust von Leben, der die Kent State-Gemeinschaft bis heute schmerzt."

Mitglieder der Nationalgarde von Ohio hatten am 4. Mai 1970 das Feuer auf Studenten eröffnet, die auf dem Campus gegen den Vietnamkrieg demonstrierten. Vier Menschen wurden dabei getötet und neun weitere verletzt. Ein Gebäude wurde bei den Demonstranten in Brand gesetzt, was zur Entsendung von 900 Mitgliedern der Nationalgarde führte.

Geschmacklos erinnert nun die Modekette mit dem scheinbar blutbeschmierten Shirt an die tragischen Ereignisse. Für 129 Dollar wurde der Sweatshirt in den Online-Shop gestellt und dort als 'Vintage' bezeichnet. Schon am Montag war das Shirt auf der Website des Unternehmens ausverkauft, tauchte aber auf Ebay mit einem Erstgebot von 550 Dollar und einem Sofort-Kaufpreis von 2.500 Dollar (1.935 Euro) auf. "Perfekt für Halloween", hieß es in der Beschreibung der Auktion. Nach Angaben von 'Urban Outfitters' handelt es sich um ein Unikat.

'Urban Outfitters' provoziert nicht zum ersten Mal

Offenbar hat die Modekette erneut mit ihrem umstrittenen Design für Aufmerksamkeit sorgen wollen. Bereits 2011 zog die Kette mit Entwürfen der Navajo-Indianer den Unmut der Ureinwohner Amerikas auf sich. Im Jahr darauf bot es ein T-Shirt mit einem Aufdruck an, der an den 'Judenstern' auf Kleidung während des Holocaust erinnerte.

Auf Twitter und auf der Facebook-Seite des Unternehmens finden sich jede Menge wütende Kommentare entsetzter Kunden und Nutzer.

Darauf reagiert nun auch endlich 'Urban Outfitters' und entschuldigt sich - wenn auch sehr halbherzig. Via Twitter postete das Unternehmen, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei mit dem Sweatshirt auf die Ereignisse von 1970 anzuspielen. Das Einzelstück sei nur von der Sonne verbleicht und nicht nachträglich verändert worden. Um weitere Aufregung zu vermeiden hat das Unternehmen den Artikel von ihrer Website entfernt.

Viel gebracht hat dem Unternehmen diese Entschuldigung bisher nicht, denn kaum ein Nutzer kann dieser Darstellung so wirklich glauben schenken. Es bleibt abzuwarten, ob der Skandal langfristige Folgen für das Unternehmen haben wird. Schon viele Mode-Unternehmen mussten erfahren, dass geschmacklose Werbung und Produkte dem Ruf und Umsatz nachhaltig schaden können.