Verletzter Max Kruse: Disco-Besuch quasi vom Arzt verordnet

Fußball: Bundesliga, Werder Bremen - FC Schalke 04, 04. Spieltag am 16.09.2017 im Weserstadion in Bremen. Bremens Max Kruse muss verletzt den Platz verlassen. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation un
Max Kruse hat sich im Spiel gegen Schalke das Schlüsselbein gebrochen © dpa, Carmen Jaspersen, fgj

Disco-Besuch wichtig für die Heilung

Max Kruse ist nur eine Woche nach seinen Schlusselbeinbruch in einer Berliner Disco rumgeturnt und hat dafür eine zumindest originelle Ausrede parat gehabt.

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Kruse: Muss auch mal die Sau rauslassen

In einem Facebook-Video hat Werder Bremens verletzter Stürmer Max Kruse zu seinem Besuch einer Berliner Disco Stellung genommen. "Die Ärzte haben gesagt, Bewegung ist sehr wichtig", sagte der Angreifer des Bundesligisten, der sich vor zehn Tagen bei der 1:2-Heimniederlage gegen Schalke 04 einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte.

Überhaupt brauche er "ja auch ein bisschen Zeit für mich, und um optimal fit zu werden, natürlich auch mal den ein oder anderen Gang in eine andere Stadt, um auch mal ein bisschen die Sau raus zu lassen", so Kruse. Er sei am Samstag nach dem 0:0 von Bremen gegen Freiburg mit "seinen Jungs" nach Berlin gefahren und habe dort gefeiert. "Ich versuche, so schnell wie möglich wieder fit zu werden."

Beim Liga-Vorletzten ging man gelassen mit dem Kurztrip des 29-Jährigen in die Hauptstadt um. "Da war nichts, was seiner Schulter Probleme bereiten könnte. Das ist kein Problem für uns", sagte Werder-Sportchef Frank Baumann der 'Bild'.​

Fettnäpfchen pflastern seinen Weg

Kruse ist in Sachen aushäusiger Aktivitäten kein unbeschriebenes Blatt. Die Chance, sich Weltmeister nennen zu dürfen, verschenkte er im November 2013, als er im Rahmen des Länderspiels gegen England Damenbesuch auf seinem Londoner Hotelzimmer empfangen haben soll. Da das gegen den DFB-Verhaltenskodex für Nationalspieler verstieß, verzichtete Bundestrainer Joachim Löw auf eine Nominierung für den WM-Kader. 

Im Oktober 2015 hatte der Stürmer in einem Taxi 75.000 Euro 'vergessen'. Der damalige Wolfsburger erstattete Anzeige, das Verfahren wurde eingestellt. Nicht nur, dass Kruse das Geld nie wieder sah, wegen des nächtlichen Ausflugs durch Berlin verdonnerte ihn sein Club auch noch zu 25.000 Euro Geldstrafe.

Auch die EM 2016 durfte er nur vor dem Fernseher verfolgen. Im März hatte Kruse in einem Berliner Club seinen 28. Geburtstag gefeiert. Wie der Stürmer in der „Bild“ erklärte, sei er auf der Feier mehrfach ungefragt fotografiert worden. "Natürlich war ich irgendwann genervt und habe dann vielleicht unpassend reagiert“, wurde Kruse zitiert. Der Profi soll einer Frau das Handy weggenommen und Fotos gelöscht haben. Resultat: Löw strich ihn erst für die Länderspiele gegen England und Italien aus dem Kader, da er "seiner Vorbildrolle als Nationalspieler nicht nachkomme und sich unprofessionell verhalten habe", und berief ihn nicht ins Aufgebot für die EM in Frankreich.