Was Sie tun sollten, wenn Ihnen ein Geisterfahrer entgegenkommt

Geisterfahrer 1
Geisterfahrer 1

Letzter Fall erst am vergangenen Wochenende

Rund 80 Fälle mit Geisterfahrern gibt es jährlich in Deutschland. Nach Angaben des ADAC kommen dabei jedes Jahr circa 20 Menschen ums Leben. Diese Schätzung wurde erst Mitte Oktober wieder einmal bekräftigt: Auf der Autobahn 43 nahe Dortmund riss ein Geisterfahrer zwei Menschen nach einer Kollision mit ungefähr 130 Kilometern pro Stunde mit in den Tod. Doch was können Sie tun, wenn sich Ihnen ein Falschfahrer nähert? Um sich und andere zu schützen, zeigen wir Ihnen, was Sie in einem solchen Fall unbedingt beachten sollten: 

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SO sollten Sie sich verhalten

Um schon vor einer direkten Begegnung eine Gefahr zu erkennen, rät die Deutsche Verkehrswacht dazu, den Vekehrsfunk einzuschalten. Dieser warnt mit aktuellen Meldungen vor Geisterfahrern. Falls ein Falschfahrer in Ihrem Streckenabschnitt gemeldet wurde, sollten Sie bei nächster Gelegenheit die Straße verlassen. Bis das möglich ist, gilt außerdem: Mit gemäßigtem Tempo auf der rechten Spur bleiben und nicht mehr überholen. So hat der Geisterfahrer auf der linken Spur genug Platz, um vorbeizufahren. Außerdem können Sie mit weniger Geschwindigkeit die Straße besser überblicken und im Ernstfall ausweichen.

Falls noch nicht geschehen, sollte umgehend die Polizei alarmiert werden. Vor allem dann, wenn Sie als einer der Ersten auf einen Geisterfahrer treffen und dies noch nicht im Verkehrsfunk gemeldet wurde.

Maßnahmen gegen Falschfahrer

Die anhaltenden Fälle nehmen allerdings auch die Politik in die Pflicht. So fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft zum Beispiel Warntafeln und Blinklichter, um Geisterfahrern frühzeitig klar zu machen, dass sie die falsche Straßenseite benutzen. 

Da Geisterfahrten aber nicht immer nur auf Orientierungslosigkeit des Fahrers beruhen, sondern auch Suizid-Absichten ein Motiv sein können, sind ebenfalls "Krallen" im Asphalt eine Option. Diese sollen die Reifen eines Falschfahrers beim Auffahren in die falsche Richtung zerreißen und ihn so zum Stillstand zwingen. Diese Krallen könnten allerdings für Polizei und Feuerwehr problematisch sein, da die präparierten Auffahrten im Notfall nicht mehr ohne Weiteres in Gegenrichtung befahrbar wären.