Was tun, wenn's kracht: Unfall-Checkliste

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert - ein Autounfall mit Blechschaden! Das ist ärgerlich. Noch ärgerlicher wird es aber, wenn Sie sich an der Unfallstelle falsch verhalten. Dort heißt es nämlich: Beweise sichern und den Unfallhergang dokumentieren. Sonst zahlt unter Umständen die Versicherung nicht.

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Was tun, wenn's kracht: Unfall-Checkliste
Am Unfallort heißt es: Kühlen Kopf bewahren und Beweise sichern. © Peter Atkins - Fotolia

Wer diese Checkliste nach dem Crash Punkt für Punkt abhakt, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Am besten gleich zusammen mit der Unfallberichts-Vorlage ausdrucken und ins Handschuhfach legen.

Schritt 1: Unfallort absichern

Sobald es gekracht hat - Warnblinklicht einschalten. Erst danach steigen Sie aus, um sich die Warnweste anzuziehen und ein Warndreieck aufzustellen (etwa 50 bis 150 Schritte vom Auto entfernt). Ihre Beifahrer warten aus Sicherheitsgründen hinter der Leitplanke.

Schritt 2: Jemand verletzt? Hilfe holen!

Helfen Sie so gut es geht und rufen Sie telefonisch Unterstützung (Feuerwehr/Rettungskräfte unter der Nummer 112). Wichtig sind folgende Informationen: Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Welcher Art sind die Verletzungen? Die Polizei ist zu alarmieren, wenn Unfallbeteiligte im Ausland gemeldet sind oder Fahrerflucht begehen (Nummer 110).

Schritt 3: Beweisfotos machen

Halten Sie den Unfallhergang so gut wie möglich fest. Dafür fotografieren Sie die Unfallautos zunächst aus 5 bis 10 Metern Entfernung (so wird die Stellung der Wagen im Straßenbild deutlich). Danach fotografieren Sie die Schäden am Fahrzeug in Nahaufnahme. Wichtig ist zudem eine Skizze der Situation (zeichnen Sie die Stellung der Autos in der Vogelperspektive).

Schritt 4: Straße räumen und Personalien notieren

Fahren Sie die Autos an den Straßenrand, damit der übrige Verkehr nicht behindert wird. Dann den Unfallbericht ausfüllen (manche Versicherungen bieten praktische Unfallberichts-Apps für das Smartphone an, etwa 'Allianz Schadenhelfer' oder 'VHV Schaden'). Tauschen Sie Ihre Personalien mit dem Unfallgegner aus und notieren Sie die Namen und Adressen von Unfallzeugen. Der Unfallgegner ist nicht da? Melden Sie den Crash bei der nächsten Polizeidienststelle (ein Zettel an der Windschutzscheibe reicht nicht aus).

Schritt 5: Versicherung informieren

Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich Ihrer Versicherung. Sämtliche Fotos, Skizzen und Anschriften der Beteiligten reichen Sie per Post oder per E-Mail ein.