Wasservögel gezielt flugunfähig gemacht? Peta zeigt 20 Zoos an

Werden Wasservögel wie Flamingos von einigen Zoos gezielt flugunfähig gemacht? Peta hat nun 20 Zoos angezeigt
Werden Wasservögel wie Flamingos von einigen Zoos gezielt flugunfähig gemacht? (Symbolbild) © dpa, Henning Kaiser

Zooverband reagiert gelassen

Die Tierschutzorganisation Peta hat 20 deutsche Zoos angezeigt. Der Vorwurf: Sie sollen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, weil sie Wasservögel wie Flamingos, Pelikane und Gänse verstümmeln. Der Verband der zoologischen Gärten (VdZ) sieht den Anzeigen "ruhig" entgegen. 

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Werden Wasservögel regelmäßig beschnitten?

Im Detail werfen die Tierschützer den Zoos vor, die Tiere aktiv am Wegfliegen zu hindern. Die Tiere müssten deshalb regelmäßiges Beschneiden oder chirurgische Eingriffe über sich ergehen lassen.

Dagegen wehren sich die Beschuldigten. "Für uns ist klar, dass unsere Mitglieder die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes gewissenhaft einhalten", lässt sich VdZ-Geschäftsführer Volker Homes von der 'Rheinischen Post' zitieren. Nicht zuletzt, weil neben der Betreuung durch die Veterinäre auch die umfassende Kontrolle der Behörden gegeben sei. 

Anzeigen werden geprüft

Die Vorwürfe von  Peta richten sich unter anderem gegen den Krefelder Zoo.
Die Vorwürfe der Tierschutzorganisation Peta richten sich unter anderem gegen den Krefelder Zoo. © VOX

Außerdem betont der VdZ, dass er "das Flugfähighalten von mehr als 97 Prozent aller bekannten Vogelarten" unterstützt. Bei wenigen anderen Arten, wie auch bei Pelikanen oder Flamingos, sei das Fliegen aber eine untergeordnete Bewegungsform – und in Zoos im Übrigen nicht notwendig.

Wie Axel Stahl, Sprecher der Krefelder Staatsanwaltschaft, zumindest für den Krefelder Zoo bestätigte, werde die Anzeige aktuell geprüft. Die Entscheidung darüber, ob es einen Anlass für Ermittlungen gibt, fällt aber frühestens Ende nächster Woche.