WM 2006: Fiskus fordert Nachzahlung von 19,2 Millionen Euro vom DFB

Reinhard Grindel
DFB-Präsident Reinhard Grindel muss sich weiter mit den Auswirkungen der WM-Affäre beschäftigen. © deutsche presse agentur

Post vom Finanzamt sckockt den DFB

Die Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 hat für den Deutschen Fußball Bund (DFB) ein teures Nachspiel.

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Finanzamt erkennt Gemeinnützigkeit des DFB nicht mehr an

Der Verband muss 19,2 Millionen Euro an Steuern nachzahlen, weil das Finanzamt Frankfurt/Main für das Jahr des Sommermärchens den Status der Gemeinnützigkeit nicht mehr anerkennt. Der DFB kündigte aber an, die geänderten Steuerbescheide anzufechten.

"Die in den geänderten Bescheiden festgesetzten Steuern wird der DFB fristgerecht zahlen und anschließend auf dem Rechtsweg die Rechtmäßigkeit der Steuerbescheide überprüfen lassen", hieß es in einer Mitteilung.

Im Kern geht es um das ominöse Darlehen von 6,7 Millionen Euro. Die Summe, deren tatsächliche Verwendung trotz interner und externer Ermittlungen noch immer nicht vollständig aufgedeckt ist, hatte der DFB in seiner Steuererklärung als Kostenbeitrag, also als 'Betriebsausgabe', zu einer WM-Gala verbucht.

Die Gala fand allerdings nie statt. Der Verband räumte eine falsche Deklarierung der Summe zwar ein, hält die dubiose Millionenzahlung aber mmer noch für eine Betriebsausgabe, die steuerlich absetzbar war.