WM-Playoffs: Kroatien kann für Russland planen - Schweiz dank Witz-Elfer auf Kurs

European Qualifiers play-off, Croatia - Greece 09.11.2017., Zagreb, Croatia - European Qualifiers play-off first leg for the 2018 FIFA World Cup WM Weltmeisterschaft Fussball in Russia, between Croatia and Greece at Maksimir stadium. Michael Skibbe.
Fassungslose Hellenen: Griechenland mit Trainer Michael Skibbe geriet in Kroatien mit 1:4 unter die Räder. © imago/Pixsell, Goran Stanzl/PIXSELL, imago sportfotodienst

Skibbe und Hellas so gut wie raus

Kroatien und die Schweiz haben mit überzeugenden Siegen Kurs auf die Fußball-WM 2018 genommen. Die Kroaten gewannen ihr Playoff-Hinspiel gegen Griechenland mit Nationaltrainer Michael Skibbe deutlich 4:1 (3:1) und können bereits ihre Russland-Reise planen. Die Schweiz siegte in Nordirland 1:0 (0:0) und geht ebenfalls als klarer Favorit in das Rückspiel am Sonntag.

- Anzeige -

Modric und Co. zu stark für Griechen

Für Kroatien stellte Topstar Luka Modric von Real Madrid per Foulelfmeter (13.) schon früh die Weichen auf Sieg. Griechenlands Torwart Orestis Karnezis hatte zuvor den Ball vertändelt und Gäste-Stürmer Nikola Kalanic bei einer missglückten Rettungstat umgesäbelt. Fiorentina-Stürmer Kalinic selbst erhöhte wenig später auf 2:0 (19.).

Ein Kopfballtor des Dortmunders Sokratis (30.) ließ die Elf von Skibbe, 2002 gemeinsam mit Teamchef Rudi Völler als sportliches Leitungsduo in Japan und Südkorea Vizeweltmeister, zwar noch einmal hoffen. Der Ex-Schalker Ivan Perisic (33.) stellte jedoch den alten Abstand schnell wieder her. Andrej Kramaric (50.) von 1899 Hoffenheim machte nach der Pause den Deckel drauf.

Aus Angst vor Ausschreitungen waren keine Auswärtsfans zugelassen, auch die Kroaten müssen beim Rückspiel am Sonntag in Piräus auf ihren Anhang verzichten. 2011 hatte es in der EM-Qualifikation schwere Krawalle zwischen beiden Fanlagern gegeben, daher entschieden sich die Verbände gemeinschaftlich für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.

Schweiz siegt in Nordirland

Fußball: WM-Qualifikation, Europa, Play-off-Runde, Finale, Nordirland - Schweiz, Hinspiel am 09.11.2017 im Windsor Park in Belfast (Großbritannien). Der Schweizer Ricardo Rodriguez schießt das Eröffnungstor. Foto: Niall Carson/PA/dpa +++(c) dpa - Bil
Die Entscheidung in Belfast: Ricardo Rodriguez verwandelt einen höchst umstrittenen Handelfmeter zum 1:0-Sieg der Schweiz gegen Nordirland. © dpa, Niall Carson, TS wie

In Belfast war die Schweiz schon vor der Pause die bessere Mannschaft. Mit Torhüter Yann Sommer und Denis Zakaria (beide Borussia Mönchengladbach) sowie Steven Zuber (1899 Hoffenheim) in der Startelf zeigte sich das Team von Nationaltrainer Vladimir Petkovic unbeeindruckt von der hitzigen Atmosphäre. Der ehemaliger Gladacher Granit Xhaka (10.) und der Ex-Frankfurter Haris Seferovic (18.) vergaben beste Chance.

Wenige Sekunden nach der Pause verfehlte auch ein Schuss des Ex-Münchners Xherdan Shaqiri (46.) das Ziel um Zentimeter. Erst ein Elfmeter brachte die Führung. Der Pfiff war allerdings äußerst umstritten, Nordirlands Corry Evans hatte einen Schuss von Shaqiri aus kurzer Distanz an die Schulter bkommen. Die Nordiren, in der Gruppenphase zweimal von Deutschland bezwungen, wachten im Kampf um die erste WM-Teilnahme seit 1986 zu spät auf.

Die Schweiz hatte in der Qualifikation die ersten neun Spiele allesamt gewonnen und erst am letzten Gruppenspieltag durch eine Niederlage in Portugal die vorzeitige WM-Teilnahme verpasst.