Zehn Polizisten wegen Streit um Knöllchen verletzt: Drei Männer in Aachen vor Gericht

Zehn Polizisten wegen Streit um Knöllchen verletzt
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Angeklagter drohte dem Kontrolleur mit dem Tod

Ein Knöllchen ist zweifelsohne ärgerlich. In Düren eskalierte jedoch ein Streit um einen Strafzettel so sehr, dass am Ende zehn Polizisten verletzt waren. Nun stehen ein 47-Jähriger und zwei seiner Söhne in Aachen vor dem Landgericht. Sie müssen sich unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Nötigung verantworten.

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Im November hatte ein städtischer Mitarbeiter dem 47-Jährigen ein Knöllchen fürs Falschparken geschrieben. Der Angeklagte bedrohte den Mann deswegen. Wenn sich der Kontrolleur noch mal in der Straße blicken lasse, werde er ihn umbringen, soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft sinngemäß gesagt haben.

Augenhöhle mit Radmutterschlüssel zertrümmert

Prozess vor dem Landgericht Aachen
Vor dem Landgericht Aachen müssen sich ein 47-Jähriger und zwei seiner Söhne verantworten. © dpa, Oliver Berg, obe fgj ve

Der Ordnungsamt-Mitarbeiter rief die Polizei, weil mehrere Söhne des Mannes dazukamen und ihn bedrohten. Als die alarmierten Beamten mit Verstärkung anrückten, attackierten der Vater und seine beiden mitangeklagten Söhne die Einsatzkräfte. Der 29-Jährige schlug einem Polizisten mit einem Radmutterschlüssel ins Gesicht und zertrümmerte ihm die Augenhöhle.

Auch sein 28-jähriger Bruder und der Vater versuchten offenbar, mit schweren Werkzeugen zuzuschlagen. Sie müssen sich unter anderem wegen versuchter schwerer Körperverletzung verantworten. Der 28-Jährige soll aber auch mehrere Beamte mit Faustschlägen und Tritten verletzt haben und ist darum auch wegen vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt. Erst als die Polizisten Pfefferspray gegen die Familie einsetzte, konnten sie die drei Männer unter Kontrolle bringen.