Zentralafrika: Regierung bittet Ausland um Hilfe

In der Zentralafrikanischen Republik verschärft sich der Konflikt zwischen der Regierung und der 'Seleka'- Rebellenkoalition. Die Rebellen nähern sich immer weiter der Hauptstadt Bangui. Präsident François Bozizé bat die ehemalige Kolonialmacht Frankreich und die USA um militärische Hilfe. Paris winkte bereits ab.

In Bangui ist die Lage angespannt, berichten Augenzeugen. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung werde immer schwieriger, sagte ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Die Rebellen, ein Bündnis mehrerer bewaffneter Milizen, wollen offenbar Präsident Bozizé stürzen, weil dieser eine Friedensvereinbarung aus dem Jahr 2007 gebrochen haben soll. Am vergangenen Sonntag waren sie in Bambari einmarschiert, der drittgrößten Stadt des Landes. Zuvor hatten sie bereits wichtige Bergbaugebiete im Westen unter ihre Kontrolle gebracht.