Zeugen nach Horrorunfall in Rüsselsheim: Lkw-Fahrer fuhr schon falsch herum auf die Autobahn 67

Lkw-Fahrer fuhr schon falsch herum auf die Autobahn
Lkw-Fahrer fuhr schon falsch herum auf die Autobahn Geisterfaherunfall auf der A67 bei Rüsselsheim 00:00:35
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Unfall bei Rüsselsheim lief anders ab als gedacht

Der schreckliche Unfall auf der A67 bei Rüsselsheim lief wohl doch anders ab, als bisher vermutet. Zeugen berichteten, dass der Lkw-Fahrer nicht am Stauende wendete und zurück fuhr. Der Unfallverursacher blieb offenbar mit seinem Kleintransporter auf einem Autobahnzubringer stehen. Hinter ihm bildete sich ein Stau. Die anderen Autofaher wurden ungeduldig. Einer stieg aus und sprach den Fahrer an. Daraufhin sei der 34-Jährige Pole weitergefahren, erklärte die Polizei. Dann bog er aber falsch herum auf die Autobahn und fuhr entgegen der Fahrtrichtung los. Warum, ist noch völlig unklar. 

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Zwei Autos konnten dem Lkw-Fahrer nicht mehr ausweichen

Zuerst war die Polizei davon ausgegangen, dass der 34-Jährige mitten auf der Autobahn wendete, weil er nicht im Stau stehen wollte. Diese Annahme stellte sich nun jedoch als falsch heraus.

Zwei Autos, die dem Geisterfahrer entgegen kamen, konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen und prallten frontal in den Transporter. Die Bilder, die sich den Rettern nach dem Unfall auf der A67 boten, werden sie so schnell nicht vergessen. 

Im ersten Auto, das durch die Kollision völlig zerstört wurde, saßen ein Mann und zwei Frauen aus den Niederlanden. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die drei starben noch an der Unfallstelle. Im zweiten Auto, das auffuhr, saßen vier Frauen. Sie kamen relativ glimpflich davon und wurden zum Glück nur leicht verletzt.

Autobahn blieb stundenlang gesperrt

Der Lkw-Fahrer, der den Unfall verursacht hat, wurde lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr, konnte aber noch nicht vernommen werden. Auch die Ergebnisse der Blutuntersuchung stehen noch aus, darum können die Ermittler noch nicht sagen, ob der Fahrer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand. 

Die Autobahn musste während der komplizierten Bergungsarbeiten bis weit in die Nacht hinein zwischen dem Rüsselsheimer Dreieck und dem Mönchhofer Dreieck gesperrt werden. Überall lagen Trümmerteile auf der Fahrbahn verstreut.