A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9

Hunde

Hunde picture alliance / dpa

Der Hund ist ein Säugetier, das sich als Haustier großer Beliebtheit erfreut und daher oft als 'bester Freund des Menschen' bezeichnet wird.

Bei Hunden handelt es sich um eine Familie innerhalb der Überfamilie der Hundeartigen. Füchse, Kojoten und Wölfe gehören zur Familie der Hunde. An Menschen gewöhnte Formen sind die sogenannten Haushunde.

Der Haushund hat eine hohe genetische Ähnlichkeit zu Grauwölfen. Diese waren auf die Jagd von Großwild spezialisiert – wie der steinzeitliche Mensch. Beide lebten als sogenannte Fressfeinde nebeneinander. Eine Kälteperiode und die damit verbundene Nahrungsknappheit führten dazu, dass sich der Wolf dem Menschen näherte. Er fraß zum Beispiel die Lagerabfälle. Im Laufe der Zeit wurden aus den ehemaligen Fressfeinden Kooperationspartner. Der Wolf mutierte zum halbwilden Lagerwolf. Nach und nach gelang es, ihn zu zähmen und der Mensch machte den Hund zum Jagdgehilfen und Wächter. Die Beziehung zwischen den Vierbeinern und dem Menschen ist in der Evolution einzigartig. Kein anderes Tier ist in einem so hohen Maße domestiziert wie der Hund.

Ungefähr um 3.000 v. Chr. entstanden erste Hunderassen, die sich nach Einsatz des Hundes und der Region unterscheiden. Es gibt Zeichnungen aus dem alten Ägypten, welche Tiere darstellen, die den heutigen Windhunden ähneln. Bis zur Römerzeit und weit darüber hinaus nahm die gezielte Zucht von Hunden weiter zu. Der Zuchtverband FCI hat 343 Rassen anerkannt (Stand 2013). Diese sind in zehn Untergruppen eingeteilt. Der Gesetzgeber hat einige Rassen als gefährlich eingestuft, da es bei ihnen zu Beiß-Unfällen kommen kann. Die kleinste Hunderasse ist der Chihuahua, die größte der Irische Wolfshund: Die im Standard beschriebene Mindest-Schulterhöhe beträgt bei Rüden 79 Zentimeter, bei Hündinnen hingegen 71 Zentimeter.

Generell unterscheidet man beispielsweise zwischen Hütehunden, Jagdhunden, Wachhunden und Gebrauchshunden – zu letzteren gehören der Polizeihund und der Spürhund. In Deutschland leben im Jahr 2015 rund fünf Millionen Hunde. Zwei Drittel der Hunde sind Rassehunde, wohingegen ein Drittel Mischlinge sind. Im deutschsprachigen Raum werden Hunde in erster Linie als Familienhunde gehalten. Zur Bewachung von Haus und Familie kommen die Tiere eher selten zum Einsatz. Bis heute hat sich der Einsatzbereich sogenannter Nutzhunde erweitert. Der 'beste Freund des Menschen' ist Familienmitglied, Therapeut und Lebensretter. Außerdem gibt es Assistenzhunde, die Blinden und Menschen mit anderen Behinderungen beim täglichen Leben helfen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Besitz von Hunden steuerpflichtig. Die Hundesteuer wird von der Gemeinde festgelegt und erhoben. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung zur Ausbildung des Hundes oder zu einem sogenannten Hundeführerschein.

Neuigkeiten zum Thema Hunde finden Sie jederzeit bei RTL NEXT.