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Koalition

Koalition Istockphoto

Unter einer Koalition versteht man ein Regierungsbündnis von mindestens zwei Parteien für die Dauer der Legislaturperiode.

​Der Begriff ‚Koalition‘ bezeichnet die Bildung einer Regierung durch mindestens zwei verschiedene Parteien oder politische Vereinigungen. Da es für eine einzelne politische Kraft oft nicht möglich ist, über 50 Prozent der Sitze im Parlament zu erreichen, ist sie auf andere Parteien angewiesen. Sie bildet mit diesen für die Dauer der Legislaturperiode ein Regierungsbündnis, die Koalition.

Koalitionen sind in den meisten europäischen Staaten üblich, da weitaus mehr Parteien um Sitze konkurrieren als noch in den 1960ern. Eine frühe, bekannte Koalition auf Bundesebene in Deutschland war die ‚Sozialliberale Koalition‘ unter Bundeskanzler Willy Brandt, die eine CDU/CSU-Alleinregierung ablöste. Im Dezember 2013 bildete sich die Koalition aus CDU/CSU und SPD, die dritte große Koalition seit der Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949. Für viele Parteien stellt eine bestimmte andere Partei den bevorzugten Koalitionspartner dar. Motive hierfür sind politische Nähe oder die Tatsache, dass die andere Partei im Parlament nur wenige Sitze hat, sodass der größere Koalitionspartner innerhalb der Koalition den politischen Ton angeben kann.

Viele parlamentarische Demokratien wurden irgendwann in ihrer Geschichte von einer Koalitionsregierung geführt. In anderen Ländern ist die Koalition allerdings ein noch neues Phänomen. Beispielsweise waren die Parlamentswahlen in Spanien 2015 insofern eine Zäsur, als dass zum ersten Mal keine politische Kraft die absolute Mehrheit der Sitze gewinnen konnte. In den USA ist das politische System ebenfalls anders aufgebaut: Hier hat der Präsident eine übergeordnete Stellung, sodass auf Regierungsebene keine Koalition gebildet werden muss.

Weitere Informationen zum Thema Koalition finden Sie jederzeit bei RTL NEXT.