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Korruption

Korruption Istockphoto

Korruption kann man auch als Bestechung bzw. Bestechlichkeit beschreiben. Es geht um den Missbrauch einer Vertrauensstellung für einen privaten Vorteil.

Der Begriff Korruption stammt vom lateinischen ‚corruptus‘ (bestochen) ab. Korruption liegt vor, wenn eine Vertrauensstellung innerhalb der Gesellschaft, der Wirtschaft oder der Politik dazu missbraucht wird, einen Vorteil zu erlangen. Meist besteht dieser Vorteil aus Geld, manchmal kann es sich jedoch auch um andere Vergünstigungen handeln.

Das Bundeskriminalamt (BKA) unterscheidet zu Beginn des 21. Jahrhunderts zwischen zwei Typen von Korruption. Situative Korruption entsteht spontan und ist nicht im Vorhinein geplant. Sie kann beispielsweise entstehen, wenn jemand, der zu schnell fährt, von der Polizei angehalten wird und der Fahrer dem Polizisten spontan Geld für eine Strafmilderung anbietet. Im Gegensatz dazu gibt es laut BKA die strukturelle Korruption, welche langfristig geplant wird. Korruptionen können sowohl in aktiver als auch in passiver Form vollzogen werden. Bei der aktiven Variante wird etwas gefordert oder es wird zum Beispiel ein gewisser Vorteil versprochen. Die passive Korruption hingegen beschreibt die Tatsache, dass überhaupt jemand bestechlich ist oder sich einen Vorteil verschaffen möchte.

Die internationale Anti-Korruptions-Organisation ‚Transparency International‘ errechnet jährlich den Korruptionswahrnehmungsindex. 2015 war Dänemark das Land mit der geringsten Korruption, Deutschland befand sich auf dieser weltweiten Liste auf Platz zehn. Nordkorea, Somalia und Afghanistan liegen am Ende der Liste mit der höchsten Korruptionsrate. ‚Transparency International‘ arbeitet vor allem für eine vermehrte Aufklärung und will so der Korruption vorbeugen.

Informationen zum Thema Korruption gibt es immer aktuell bei RTL NEXT.