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Lampedusa

Lampedusa picture alliance / Lars Halbauer

Lampedusa ist eine etwa 20 km² große Insel im Mittelmeer zwischen Tunesien und Sizilien. Sie gehört zur italienischen Provinz Agrigent.

Lampedusa ist eine italienische Insel im Mittelmeer, die als Ankunftsort für Flüchtlinge aus Afrika internationale Bekanntheit erlangte. Das Eiland gehört zur Gemeinde ‚Lampedusa e Linosa‘ und damit zur italienischen Provinz ‚Agrigent‘. Der Hauptort trägt den gleichen Namen wie die Insel. Die Insel besitzt ein subtropisches Mittelmeerklima und hat eine der höchsten Durchschnittstemperaturen am Mittelmeer. Die Niederschlagsmenge fällt äußerst gering aus.

Besonders im Jahr 2014 machten sich zahlreiche Menschen von Tunesien aus auf den Weg nach Lampedusa, wo sie EU-Asyl beantragen wollten. Die dafür benötigten Schiffe wurden und werden dabei von Schleppern gestellt, die sich die Überfahrt teuer bezahlen lassen, und oft viel zu viele Menschen auf ein einziges Boot schicken. Aus diesem Grund kommt es wiederholt zu tödlichen Zwischenfällen, wenn ein überladenes Boot im Mittelmeer versinkt und die italienische Küstenwache es nicht rechtzeitig retten kann.

Die Menschenmassen, die Lampedusa regelmäßig erreichen, sind eine hohe Belastung für die etwa 4.500 Einwohner der Insel. Die Einwohner gelten als hilfsbereit, fühlen sich allerdings von der Regierung in Rom im Stich gelassen, da sie keine Unterstützung erhalten. Die Migranten werden von der italienischen Küstenwache meist in ein großes Zwischenlager auf der Insel gebracht, allerdings dauert es lange, bis sie woanders hingebracht werden können. Dies ist ein Grund, warum sich auch 2016 viele Afrikaner auf der italienischen Insel befinden.

Weitere Informationen zur Insel Lampedusa erhalten Sie bei RTL NEXT.