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Menschenhandel

Menschenhandel picture alliance / dpa

Der Begriff Menschenhandel beschreibt eine Form von Misshandlung eines Menschen - etwa durch sexuelle Ausbeutung oder die Ausnutzung von Arbeitskraft.

Der Menschenhandel ist eine Form der Misshandlung von Menschen. Meist findet er unter Androhung von Gewalt statt, wobei den Opfern nicht einmal die grundlegendsten Menschenrechte zugestanden werden. Menschenhandel wird zumeist aus finanziellen Gesichtspunkten betrieben. Da der Begriff ‚Menschenhandel‘ sehr weit gefasst ist, können darunter verschiedene Bereiche der Misshandlung von Menschen verstanden werden. Auch die Sklaverei wird in der Regel zum Menschenhandel gezählt.

Eine der wohl bekanntesten Formen des Menschenhandels ist die der Ausnutzung der Arbeitskraft oder die der sexuellen Ausbeutung ohne oder nur bei geringer Bezahlung. Menschen werden aus armen Ländern mit dem Versprechen auf eine bessere Zukunft ins Ausland gelockt, wo sie dann eine unwürdige Tätigkeit für extrem wenig Geld ausüben müssen.

Ein bekanntes Beispiel ist der Wüstenstaat Katar, der Menschenhandel mit asiatischen Arbeitern betreibt und sie notfalls nicht mehr ausreisen lässt. Menschenrechtsorganisationen sprachen in diesem konkreten Fall von einer modernen Form der Sklaverei, da die Menschen ihre Heimat zwar freiwillig verließen, dann aber in extremer Hitze auf ungesicherten Baustellen arbeiten mussten, ohne dass ihnen der Staat die Heimreise erlaubte. Die Herkunftsländer der Arbeiter arbeiten ebenfalls mit den Unternehmen des anderen Landes zusammen und erhalten im Gegenzug für die gestellten Arbeitskräfte monetäre Entlohnungen. Gerüchten zufolge schickt auch Nordkorea immer wieder Billigarbeiter in die Golfstaaten und bezieht hierfür hohe Geldsummen.

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