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Tsunami

Tsunami Istockphoto

Wenn ein Tsunami auf eine Küste trifft, kann die hohe Flutwelle das Land kilometerweit überschwemmen und verheerende Schäden anrichten.

Der Begriff Tsunami bezeichnet eine lange Wasserwelle, die sich an flachen Küsten hoch auftürmen und die Uferlinie weit überfluten kann. Japanische Fischer erfanden diesen Begriff, der wörtlich ‚Hafenwelle‘ bedeutet. Sie waren vom Fischfang zurückgekehrt und registrierten verheerende Hochwasserschäden im Hafen, obwohl sie auf See keine großen Wellen bemerkt hatten.

Die 100 bis 500 Kilometer langen Riesenwellen können sich mit 800 Stundenkilometern unter der Meeresoberfläche fortbewegen. Ausgelöst werden sie durch das plötzliche Heben oder Senken des Meeresbodens aufgrund eines starken Seebebens. Ursachen können auch Vulkanausbrüche oder das Verrutschen großer Erdmassen sein.

Zu 80 Prozent entstehen Tsunamis im Pazifik, wo sich die tektonischen Platten der Erdkruste überlagern und die entsprechenden Spannungen schlagartig zur Entladung führen können. Die darüber liegende Wassersäule wird in Bewegung gesetzt und breitet sich in alle Richtungen aus. Je tiefer das Meer, desto schneller bewegen sich die Wellen des Tsunamis.

Trifft ein Tsunami auf flache Küstengebiete, kann die Riesenwelle kilometerweit ins Landesinnere vordringen und dort große Zerstörungen und Umweltschäden anrichten. Teilweise strömen die Wassermassen mehrfach vor und zurück, werfen Schiffe an Land und nehmen Häuser und Autos mit ins Meer.

Am 26. Dezember 2004 löste ein Seebeben mit einer Stärke von 9,1 vor der Nordwestküste Sumatras mehrere Tsunamis aus. Etwa 230.000 Menschen starben, zwei Drittel allein in Indonesien. Japan verzeichnete in der Geschichte der Tsunamis schätzungsweise 160.000 Todesopfer. Trotz eines Frühwarnsystems war die verheerende Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 ebenso die Folge eines Tsunamis.

Bei RTL NEXT erfahren Sie weitere Informationen rund um das Thema Tsunami.