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Vogelgrippe

Vogelgrippe dpa

Als Vogelgrippe bezeichnet man eine Viruserkrankung der Vögel, hervorgerufen durch Influenzaviren. In bestimmten Fällen können Menschen sich anstecken.

Unter der Vogelgrippe oder Geflügelpest wird eine Tiererkrankung verstanden, die sowohl von Zuchtvögeln wie Hühnern, Puten, Enten und Gänsen als auch von wildlebenden Vögeln übertragen wird. Die seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannte Seuche wird klassischerweise von den Subtypen H5 und H7 verursacht.

Einer der prominentesten Vogelgrippe-Viren ist das H5N1-Virus, welches im Februar 2006 die Furcht vor einer Pandemie auslöste. Da das Virus hauptsächlich von Zugvögeln nach Deutschland geriet, hatte der Mensch wenig Einfluss auf dessen Verbreitung. Insgesamt wurden über 340 Vogelgrippe-Fälle von Wildvögeln in Deutschland im Labor festgestellt. Auch auf einem Geflügelhof in der Nähe von Leipzig wurde das Vogelgrippe-Virus bei den Tieren festgestellt wurde, weshalb alle 16.000 Tiere sowie kurze Zeit später nach Anordnung der Behörden weitere 14.000 in drei Kilometer Umgebung getötet werden mussten. Wegen des Vogelgrippe-Erregers erlitt die deutsche Geflügelzucht Einbußen in Millionenhöhe, unter anderem weil die Verbraucher aus Angst vor einer Ansteckung Geflügelfleisch mieden. In den Sommermonaten ging die Zahl der Vogelgrippe-Meldungen zurück – unter anderem, weil Influenza-Viren sehr empfindlich gegenüber Hitze sind.

Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Vogelgrippe-Virus ist für den Menschen gering, da dieses meist von Tier zu Tier übertragen wird. Da Menschen keine natürlichen Abwehrkräfte gegen das Virus haben, kann eine Ansteckung jedoch tödliche Folgen haben. Eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus kann beim Menschen weitaus schwerwiegendere Krankheitssymptome auslösen als ein gewöhnliches Grippevirus: Neben den üblichen Grippe-Symptomen wie Husten, Halsschmerzen und hohem Fieber kann es zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall kommen. Darüber hinaus kann es durch eine Infektion mit Vogelgrippe-Viren zu einer schweren Lungenentzündung kommen, die nicht selten auch zum Tod führt.

Um einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus vorzubeugen, muss vor allem der Kontakt mit dem Erreger gemieden werden. Geflügelfleisch und Eier sollten vollständig gekocht oder gebraten werden (auf mindestens 70 Grad erhitzen), da das Virus bei Hitze abstirbt. Häufiges, gründliches Händewaschen mit Seife und gelegentliches Nutzen von Desinfektionsmittel kann unterwegs die Ansteckungsgefahr enorm vermindern und sollte insbesondere nach der Verarbeitung von rohem Geflügelfleisch gründlich erfolgen. Benutzte Schneidebretter sollten gründlich und heiß gereinigt werden. Insbesondere in Phasen, in denen Vogelgrippefälle bekannt werden, sollte der Kontakt zu lebendem Geflügel vermieden werden. Bislang gab es in Deutschland jedoch noch keine Fälle von Vogelgrippe beim Menschen.

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